Notplan: Jeder zweite Zug soll fahren

Frankfurt - Während des ersten 30-stündigen Bahnstreiks am Donnerstag und Freitag sollen mindestens 50 Prozent der Nahverkehrszüge fahren. Allerdings ist mit regionalen Unterschieden zu rechnen, wie die Bahn bekanntgab. Ab Mittwochmittag soll ein Notfahrplan darüber informieren, welche Züge fahren.

Laut Bahn werden voraussichtlich wieder vor allem Ostdeutschland und die S-Bahnen in München und Berlin von den Einschränkungen betroffen sein. Ab Freitagmorgen 8 Uhr sollen die Regionalzüge und S-Bahnen wieder nach und nach im normalen Fahrplan fahren, Auswirkungen soll es aber bis in den Abend hinein geben. Der Ersatzfahrplan soll ab Mittwochmittag im Internet unter www.bahn.de/aktuell zur Verfügung stehen. Kunden können sich auch rund um die Uhr über die kostenlose Hotline 08000 / 99 66 33 sowie in den DB Reisezentren informieren.

SPD-Chef Beck sagte den Dortmunder "Ruhr Nachrichten", die Forderung nach zwei Tarifverträgen mit unterschiedlichen Leistungen in einem Betrieb für die gleiche Tätigkeit sei nicht gut für den Betriebsfrieden. "Wenn das Schule macht, kann das im Chaos enden." Beck betonte, er habe nichts gegen tarifliche Auseinandersetzungen. Die GDL organisiere aber nur einen kleinen Teil der Bahn-Mitarbeiter. Es sei ein Problem für die Tarifautonomie, wenn es Spartenbewegungen gebe, die sich nicht um die Belange anderer Mitarbeiter im gleichen Betrieb kümmerten.

Der Grünen-Verkehrsexperte Hermann kritisierte im Bayerischen Rundfunk, der Bahnvorstand sei "absolut nicht bereit und nicht willens", auf die Lokführer zuzugehen. Nun sei die Bundesregierung in der Pflicht, denn die Bahn befinde sich noch vollständig im Eigentum des Bundes.

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