In Oberbayern: Gas wird bis zu 15 Prozent billiger

- München - Trendwende auf dem Gasmarkt: Erstmals seit sechs Jahren mit teils drastischen Tariferhöhungen geraten die Preise in Oberbayern deutlich ins Rutschen. Die Stadtwerke München verbilligen Gas zum 1. April um bis zu zehn Prozent, Erdgas Südbayern ab 1. Mai um bis zu sieben Prozent. Grund sind zum einen die sinkenden Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt, zum anderen kommt offenbar der Wettbewerb endlich in Gang.

Auslöser ist ausgerechnet die Eon-Vertriebstochter "E wie einfach", die es sich zum Ziel gesetzt hat, grundsätzlich zwei Cent pro Kubikmeter (bzw. 0,24 Cent je Kilowattstunde) unter dem Standardtarif des jeweiligen regionalen Anbieters zu bleiben. Das hat die Stadtwerke veranlasst, ihren 230 000 Kunden ein neues Vertragsangebot zu unterbreiten, das die Verbraucher bis Ende März annehmen können. Damit kann die Ersparnis beim Gas sogar bis zu 14 Prozent betragen. "Wir beobachten das interessiert", erklärte Alexander Land, Sprecher von "E wie einfach". Unterbieten will man den Sondertarif vorerst jedoch nicht. "Wir konzentrieren uns auf die Grundversorgung", so Land.

Erdgas Südbayern, die 250 Städte und Gemeinden mit Gas versorgt, hat ihre Tarife seit Jahresbeginn bereits zum zweiten Mal gesenkt -um zusammen 15 Prozent. Dadurch kann ein Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 30 000 Kilowattstunden 235 Euro pro Jahr sparen, rechnet ESB vor. Auch die Stadtwerke haben Zahlen parat: Ein durchschnittlicher Zwei- Personen-Haushalt könne mit dem neuen Vertragsangebot 173 Euro pro Jahr, ein Vier-Personen-Haushalt um die 280 Euro sparen.

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