Obermann: Sinkende Preise in Aussicht

- Bonn - ­ Der neue Telekom-Chef Rene Obermann hat den Kunden des größten deutschen Telekommunikationskonzerns günstigere Preise in Aussicht gestellt. "Wenn es uns gelingt, die Kosten zu senken, können wir unsere Preise weiter senken", kündigte der neue Konzernchef René Obermann in der "Bild"-Zeitung an.

"Der Wettbewerb wird härter, die Preise bewegen sich nach unten." Der 43-Jährige betonte allerdings gleichzeitig, der zuletzt von Kundenschwund geplagte Marktführer werde nicht zum billigen Jakob der Branche werden. "Die Telekom will aber ,den Preis wert sein’", sagte er. Dazu müsse das Unternehmen zum Marktführer in Sachen Kundenzufriedenheit werden. "Da haben wir starken Nachholbedarf."

Zum Umfang des künftigen Stellenabbaus bei der Telekom machte Obermann keine konkrete Angaben. Der Manager betonte lediglich: "Klar ist: Wir müssen Kosten sparen, um wettbewerbsfähig zu bleiben."

Der Telekom-Konzernbetriebsrat geht unterdessen davon aus, dass das Unternehmen auch nach dem Führungswechsel den von Obermanns Vorgänger Kai-Uwe Ricke eingeleiteten Sparkurs inklusive des Abbaus von 32\x0f000 Stellen fortsetzt. Betriebsrat Wilhelm Wegner sagte: "Ich gehe davon aus, dass zunächst einmal das Programm beibehalten wird." Wegner betonte zugleich, die Betriebsräte würden von den Abbauplänen nichts halten, zumal beim Thema Service "einiges im Argen liegt".

Mehrere hundert Telekom-Mitarbeiter aus ganz Bayern demonstrierten gestern in Regensburg gegen Ausgliederungspläne und Stellenabbau im Konzern. Die Mitarbeiter seien durch die Pläne des Konzernvorstandes, den Servicebereich auszugliedern, stark verunsichert, sagte Verdi-Sprecher Manfred Hellwig. "Wir fordern, mit der Umorganisation im Konzern aufzuhören"

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Streik in der Kabine: Ryanair streicht nächste Woche 600 Flüge - viele Ferienziele betroffen
Bei Ryanair spitzt sich der Konflikt mit dem fliegenden Personal zu. Jetzt streiken die Flugbegleiter. 
Streik in der Kabine: Ryanair streicht nächste Woche 600 Flüge - viele Ferienziele betroffen
Ryanair sagt für kommende Woche 600 Flüge ab
Bei Ryanair spitzt sich der Konflikt mit dem fliegenden Personal zu. Nach den irischen Piloten streiken nun die Flugbegleiter in mehreren europäischen Ländern. Die …
Ryanair sagt für kommende Woche 600 Flüge ab
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben auch zur Wochenmitte ihren Optimismus beibehalten. Der Leitindex Dax baute die Gewinne vom Vortag aus …
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
Continental spaltet Antriebssparte ab
Viele Zulieferer und Autobauer sind sich unsicher, was die Zukunft bringt. Manche spalten sich in einen chancenreichen und einen weniger zukunftsträchtigen Teil auf. …
Continental spaltet Antriebssparte ab

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.