Ein oder vier Prozent: Tarifparteien stecken Rahmen ab

- Frankfurt - Die Metall- und Elektroindustrie mit ihren 3,5 Millionen Beschäftigten steuert Anfang 2006 auf eine harte Tarifauseinandersetzung zu. Die IG Metall wird heute die Linie vorgeben: Da sich die Tarifkommissionen in den Bezirken für 4 bis 5 Prozent mehr Geld ausgesprochen haben, wird der Vorstand der Gewerkschaft voraussichtlich diesen Rahmen vorgeben.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall will den Beschäftigten aber allenfalls Lohnerhöhungen von 1,2 Prozent zugestehen. "Um mehr dürfen die Löhne auch nicht steigen", sagte die Hauptgeschäftsführerin Heike Maria Kunstmann der "Welt am Sonntag". Dem Vorsitzenden des regionalen Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, Otmar Zwiebelhofer, ist sogar das zu viel. Selbst von den Produktivitätszuwächsen gehe "ein Haufen anderer Kosten für die Unternehmen ab", zitiert ihn die "Welt am Sonntag".

Der Lohnzuwachs müsse weniger als 1 Prozent betragen. "In einer Wirtschaft, die derzeit kaum noch wächst, mit Forderungen von vier Prozent oder mehr zu kommen, dazu gehört schon eine besondere Robustheit, die Realitäten zu verdrängen", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser gegenüber "Focus". Inflation und Umverteilung dürften keine Rolle spielen.

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