OECD: Deutschland bleibt Kellerkind

- Paris - Mitten in einem dauerhaften und starken weltweiten Aufschwung bleiben Deutschland und die Euro-Zone vorerst das Kellerkind der Konjunktur. Während China eine stürmische Entwicklung erlebe und Japan und die USA mit gesundem Wachstum glänzten, sei die Entwicklung in Europa noch schwächer als erwartet, teilte die OECD mit. Vor allem Deutschland, die Niederlande und Italien bremsen den Aufschwung. Angesichts des Konjunkturgefälles plädiert die OECD für eine Senkung der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank.

<P>Weltweit dürfte sich das Wachstum im laufenden Jahr von 2,2 auf 3,4 Prozent beschleunigen, erklärte die OECD. "Die Erholung geht jedoch noch immer weitgehend an Kontinentaleuropa vorbei, wo die Inlandsnachfrage und die Ausgaben der privaten Haushalte überraschend schwach bleiben." So könne die Euro-Zone 2004 nur mit 1,6 Prozent Wachstum, Deutschland sogar nur mit 1,1 Prozent rechnen. Die OECD-Zahlen sind um Arbeitstage bereinigt. Weil in Deutschland in diesem Jahr weniger Feiertage in die Arbeitswoche fallen, ergibt sich brutto ein Wachstum von knapp 1,5 Prozent.</P><P>China behält seine Ausnahmestellung und bleibe mit 8,3 Prozent Wachstum in diesem und 7,8 Prozent im kommenden Jahr ein Zugpferd. Die US-Wirtschaft werde um starke 4,7 Prozent zulegen und 2005 um weitere 3,7 Prozent wachsen.</P><P>Die mit dem Aufschwung verbundenen hohen weltweiten Investitionen kommen auch Deutschland zugute, das seine Stellung im weltweiten Wettbewerb in den vergangenen Jahren spürbar verbessert hat. So werde das Wachstum 2005 immerhin auf 2,1 Prozent zulegen.</P>

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