OECD: Stagnation in USA wegen Finanzmarktkrise

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Paris (dpa) - Angesichts der schlimmsten Krise seit Jahrzehnten auf den internationalen Finanzmärkten droht der US-Wirtschaft nach Einschätzung der OECD eine Stagnationsphase.

Im ersten Quartal rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lediglich mit einem Wachstum von 0,1 Prozent im Vorquartalsvergleich. Im zweiten Quartal sei sogar mit einem Nullwachstum zu rechnen, erklärte die Organisation am Donnerstag in Paris in ihrem Zwischenbericht. "Das Wirtschaftswachstum der USA wird in den ersten beiden Quartalen sehr schwach sein", sagte OECD- Chefökonom Jorgen Elmeskov.

Gleichzeitig erhöhte die OECD ihre Wachstumsprognose für Deutschland leicht: Die deutsche Wirtschaft werde im ersten Quartal 2008 voraussichtlich um 0,6 Prozent im Vorquartalsvergleich wachsen, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Dezember vorhergesagt. Für das zweite Quartal rechnet die OECD mit einem Wachstum von 0,4 Prozent.

Für den Euroraum soll das Wachstum bei 0,5 im ersten und 0,6 Prozent im zweiten Jahresviertel liegen. Hier macht ein Konjunkturprogramm oder eine Zinssenkung nach Meinung von Elmeskov derzeit keinen Sinn. So liege die Inflation angetrieben von hohen Preisen für Öl, Rohstoffe und Nahrungsmittel bereits "oberhalb eines angenehmen Niveaus" und die Wirtschaftsleistung wiederum nur wenig unterhalb des Potenzials.

In den USA werde das realwirtschaftliche Wachstum trotz des Konjunkturprogramms der Regierung auch in der nächsten Zeit schwach bleiben, sagte Elmeskov. Die Finanzkrise war ursprünglich vom Einbruch des US-Immobilienmarktes ausgegangen.

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