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Öffentlicher Dienst: Nächsten Dienstag wird gestreikt

München - In die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst kommt Bewegung. Die Arbeitgeber legten ein Angebot vor, Verdi lehnte es ab. Nun sind in Bayern für nächsten Dienstag Warnstreiks geplant.

Die Arbeitgeber legten gestern bei einem Treffen in Potsdam erstmals ein konkretes Angebot vor, das 3,3 Prozent mehr Gehalt sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro vorsieht. Die Gewerkschaft Verdi lehnte den Vorschlag aber ab. Die Verhandlungen zogen sich bis in die Abendstunden hin, heute wollen sich die Tarifparteien noch einmal an einen Tisch setzen.

Beobachter rechnen jedoch nicht damit, dass sich die Parteien vor der dritten Tarifrunde einigen, die für 28./29. März anberaumt ist. In der Zeit bis dahin wird Verdi auch zu weiteren Warnstreiks aufrufen. Nach Informationen unserer Zeitung sind für Bayern am kommenden Dienstag, 20. März, neue Arbeitsniederlegungen geplant. Schwerpunkte sollen auf München und Nürnberg liegen. Offiziell wollte die Gewerkschaft den Termin noch nicht bestätigen. Bereits am vergangenen Donnerstag hatten in München rund 12 500 Beschäftigte die Arbeit zumindest zeitweise niedergelegt. In München blieben zahlreiche städtische Kindergärten, Horte und Krippen geschlossen.

Der Vorschlag der Arbeitgeber sieht eine Laufzeit von zwei Jahren vor. Demnach würden die Gehälter ab Mai 2012 um 2,1 Prozent und ab März 2013 noch einmal um 1,2 Prozent angehoben. Hinzu solle eine Einmalzahlung von 200 Euro kommen. Der Vorschlag liege im Bereich anderer Abschlüsse der letzten Zeit, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). „Ich erwarte deshalb jetzt Bewegung bei den Gewerkschaften und einen schnellen Abschluss.“

Doch die Gewerkschaften, die 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat fordern, lehnten den Vorstoß ab. „Das Angebot ist in keiner Komponente akzeptabel“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Nachmittag. Nach Rechnung der Gewerkschaften würden mit dem Vorschlag die Gehälter in den kommenden zwei Jahren im Schnitt lediglich um 1,77 Prozent steigen.

mik

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