Öffentliches Defizit erneut verringert

Wiesbaden - Sprudelnde Steuern und die boomende Konjunktur haben das öffentliche Defizit im ersten Quartal 2011 weiter verringert.

Das Minus in den Kassen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung betrug nach vorläufigen Berechnungen 34,7 Milliarden Euro. Das waren 15,8 Milliarden Euro weniger als im ersten Quartal 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete. Als Hauptursache nannten die Statistiker acht Prozent höhere Steuereinnahmen. Die öffentlichen Einnahmen kletterten insgesamt im Vergleichszeitraum um 10,0 Prozent auf 265,3 Milliarden Euro. Die Ausgaben erhöhten sich um 2,9 Prozent auf 300,0 Milliarden Euro. Sowohl beim Bund als auch bei den Ländern und den Gemeinden stiegen die Einnahmen stärker als die Ausgaben. Die gesetzlichen Sozialversicherungen haben sogar weniger Geld ausgegeben.

Das Defizit des Bundes ging um 4,7 Milliarden Euro auf 25,0 Milliarden Euro zurück. Das Minus der Länder verringerte sich sogar um 5,8 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro. Das Finanzierungsdefizit der Gemeinden und Gemeindeverbände lag bei 5,6 Milliarden Euro (minus 1,1 Milliarden Euro). Die gesetzliche Sozialversicherung erzielte im Vergleichszeitraum einen Überschuss von mehr als 100 Millionen Euro - im ersten Quartal 2010 hatte sie noch ein Defizit von 4,0 Milliarden Euro ausgewiesen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kaeser: Einschnitte nur Vorgeschmack auf Industrie-Wandel
Die Siemens-Beschäftigten laufen seit Wochen Sturm gegen den Jobabbau im Kraftwerksgeschäft. Doch der digitale Wandel schreitet voran - und auch bei anderen Unternehmen …
Kaeser: Einschnitte nur Vorgeschmack auf Industrie-Wandel
Mit diesem aktuellen Angebot sorgt Lidl für Verwirrung und Angst
Mit einem aktuellen Angebot bringt der Discounter Lidl deutsche Landwirte in Rage. Sie befürchten große Gefahren.
Mit diesem aktuellen Angebot sorgt Lidl für Verwirrung und Angst
Nachfrage nach E-Autos überraschend hoch - lange Lieferzeiten 
Wer sich angesichts der Debatte um Umweltbelastung und drohende Fahrverbote für ein Elektroauto entscheidet, muss sich - das ökologische Bewusstsein in allen Ehren - auf …
Nachfrage nach E-Autos überraschend hoch - lange Lieferzeiten 
China droht mit scharfen Reaktionen auf mögliche US-Strafzölle
China hat den USA wegen der geplanten Einfuhrbeschränkungen für Stahl und Aluminium mit scharfen Reaktionen gedroht.
China droht mit scharfen Reaktionen auf mögliche US-Strafzölle

Kommentare