Ist Ökostrom schuld an steigenden Preisen?

- Berlin - Die Stromverbraucher müssen nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft in diesem Jahr für die Förderung von Ökostrom erneut tiefer in die Tasche greifen. Die Belastungen durch die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steige im Vergleich zu 2004 nach ersten Schätzungen um rund zehn Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, berichtete der Verband. Der Bundesverband Erneuerbare Energie wies dies zurück.

<P class=MsoNormal>Die staatliche Belastung der Strompreise beträgt laut Verband der Elektrizitätswirtschaft insgesamt rund zwölf Milliarden Euro, dabei sei die Mehrwertsteuer nicht mitgerechnet. Die Stromsteuer wird den Angaben zufolge in diesem Jahr voraussichtlich 6,6 Milliarden Euro und das EEG etwa 2,4 Milliarden Euro ausmachen. Damit sei die steuerliche Belastung allein durch das EEG 2005 achtmal so hoch wie 1998. Weitere 2,1 Milliarden Euro stammen aus der Konzessionsabgabe und 0,8 Milliarden Euro aus den Vorgaben des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, so der VDEW.</P><P class=MsoNormal>Der Bundesverband Erneuerbare Energie erklärte dagegen, die Ökostromerzeugung in Deutschland führe 2005 nicht zu Strompreiserhöhungen. Energieversorger, die Preiserhöhungen dennoch mit der Einspeisung Erneuerbarer Energien begründeten, lenkten nur von anderen Motiven wie der Steigerung ihrer Unternehmensgewinne ab.</P>

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