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John Killduff von Again Capital erklärt: "Dieser Bammel wegen China, wenn sie denken, das ist schlecht für den US-Aktienmarkt - das ist sogar noch schlimmer für den weltweiten Ölmarkt."

Auswirkungen der China-Krise

Ölpreis schließt unter 40-Dollar-Marke

New York - Der Ölpreis hat zum ersten Mal seit sechs Jahren unter der Marke von 40 Dollar geschlossen. Die China-Krise beeinflusst nun auch den weltweiten Ölmarkt.

An der New Yorker Rohstoffbörse ging die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) am Montagabend mit 38,24 Dollar pro Barrel (159 Liter) aus dem Handel. Zuletzt hatte sie im Februar 2009 unter 40 Dollar geschlossen. Der Preis für die international bedeutende Nordseesorte Brent fiel in London auf einen Schlusspreis von 42,69 Dollar pro Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit März 2009.

Der Preisrückgang an den Ölmärkten habe sich parallel zu den weltweiten Aktienmärkten am Montag entwickelt, an denen sich die Sorge über die sich verlangsamende chinesische Wirtschaft verschärft hätten, erklärte Tim Evans, Experte für Energiemärkte bei Ciri Futures.

"Dieser Bammel wegen China, wenn sie denken, das ist schlecht für den US-Aktienmarkt - das ist sogar noch schlimmer für den weltweiten Ölmarkt", erklärte John Killduff von Again Capital. Der Preis für die US-Sorte WTI werde vermutlich noch weiter fallen. "Ich dachte, wir werden bei rund 35 Dollar landen. Jetzt denke ich, wir werden bei rund 25 Dollar sein", sagte er.

Schlimmster Tag seit der Finanzkrise 2008

Die globalen Finanzmärkte hatten am Montag einen der schlimmsten Tage seit der Finanzkrise 2008 erlebt. In China hatte der Leitindex Shanghai Composite 8,49 Prozent im Minus geschlossen - womit sämtliche in diesem Jahr erzielten Gewinne verloren gingen. Daraufhin gingen auch die Börsen in anderen Ländern auf Talfahrt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss mit 4,70 Prozent im Minus.

Am Dienstag rutschten die Aktienkurse in Shanghai erneut ab und lagen am Nachmittag bei minus 6,70 Prozent. Die Börse in Tokio erholte sich zunächst, schloss dann aber erneut im Minus - mit fast vier Prozent.

Die europäischen Börsen werden bereits seit Mitte des Monats stark von der Lage in China beeinträchtigt. Die Sorge, dass sich die chinesische Konjunktur merklich abkühlen und damit die Weltwirtschaft insgesamt bremsen könnte, wurde von der überraschenden Abwertung des Yuan durch die chinesische Zentralbank vor knapp zwei Wochen weiter befeuert. Hinzu kommt, dass diverse Maßnahmen der chinesischen Behörden zur Stabilisierung der heimischen Finanzmärkte bislang nicht fruchten.

afp

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