Ölpreise erneut auf Rekordfahrt

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New York/Wien (dpa) - Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre Rekordfahrt fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai kostete zuletzt 111,35 Dollar und damit 0,48 Dollar mehr als zu Handelsschluss am Mittwoch.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent legte um 0,60 Dollar auf 109,07 Dollar zu. Die am Vortag veröffentlichten US-Lagerbestandsdaten wirkten nach, sagten Händler. Die Rohöllagerbestände waren um 3,2 Millionen auf 316 Millionen Barrel gesunken. Experten hatten mit einem Anstieg um 2,5 Millionen Barrel gerechnet. Auch die Benzinlagerbestände waren deutlich um 3,4 Millionen auf 221,3 Millionen Barrel gesunken. Die Bestände an Heizöl und Diesel waren auch überraschend stark gesunken.

Auch die anhaltende Schwäche des US-Dollar unterstützt Händlern zufolge die Rekordjagd der Ölpreise. Zudem sähen Investoren Öl wie auch andere Rohstoffe als Schutz vor Inflation und als "sicherer Hafen" vor dem Hintergrund der schwankenden Aktienkurse. Die sich zunehmend eintrübenden Wirtschaftsaussichten, die sich dämpfend auf die Ölnachfrage auswirken könnten, würden vom Markt hingegen derzeit ignoriert.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist am Mittwoch weiter gestiegen. Wie die OPEC am Donnerstag in Wien berichtete, kostete am Mittwoch ein Barrel Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells 102,38 Dollar. Damit hat sich der Preis im Vergleich zum Vortag um 49 Cent erhöht. Die OPEC berechnet ihren Preis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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