+
Seit dem Sommer sind die Ölpreise deutlich abgerutscht.

Vor Opec-Konferenz

Ölpreise fallen auf neues Vier-Jahrestief

New York - Die Talfahrt der Ölpreise hält unvermindert an. Autofahrer und Heizölverbraucher freuen sich über weitere Preissenkungen. Doch im Ölkartell Opec brodelt es.

Verbraucher freuen sich über fallende Benzin- und Heizölpreise - doch die Ölförderländer der Opec kämpfen gegen sinkende Einnahmen. Während das Ölkartell am Donnerstag in Wien über Fördermengen beriet, beschleunigte sich der Preisverfall.

Trotz des jüngsten Absturzes der Ölpreise will die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihr bisheriges Förderziel von 30 Millionen Barrel am Tag nicht kürzen. Darauf verständigten sich die Energieminister der zwölf Mitgliedstaaten am Donnerstag in Wien. „Wir wollen abwarten, wie sich der Markt entwickelt“, erklärte Opec-Generalsekretär Abdalla El-Badri.

Am Donnerstag rutschten die Ölpreise auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren. Die Opec liefert derzeit etwa ein Drittel des weltweiten Erdöls. Die Organisation besitzt rund drei Viertel der Reserven.

Der derzeitige Förderziel besteht seit Dezember 2011, es wird aber seit längerem deutlich überschritten. Die konjunkturbedingt schwache Ölnachfrage und der derzeitige Schieferölboom in den USA hatten zuletzt ein Überangebot auf dem Ölmarkt und damit sinkende Preise ausgelöst. Zugleich lahmt die Weltkonjunktur.

Seit Juni sind die Preise für Rohöl deshalb um 30 Prozent gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt unterp 76 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit September 2010. „Wir haben keinen Zielpreis“, erklärte El-Badri.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.