Ölpreise setzen Höhenflug fort

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New York/London/Wien (dpa) - Die Ölpreise haben am Donnerstag ihren Höhenflug fortgesetzt. Zeitweise kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai deutlich mehr als 107 US-Dollar.

Im frühen Nachmittagshandel fiel der Preis wieder auf 106,75 Dollar zurück. Das sind aber immer noch 85 Cent mehr als am Vortag. Nahezu gleich stark legte auch der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zu. An der Börse in London wurde das Fass bei 104,89 Dollar gehandelt und damit 81 Cent höher als am Vortag.

Der Anstieg des US-Ölpreises in Richtung des Rekordwertes von knapp unter 112 Dollar habe neue Anleger an die Rohstoffbörsen gelockt, erkläre Experte Eugen Weinberg von der Commerzbank die jüngsten Preissprünge. Der jüngste Aufwärtstrend beim Ölpreis werde allerdings auch "durch die anhaltend hohen geopolitischen Risiken" beeinflusst. Im Süden des Irak hatten Aufständische am Donnerstag eine der beiden wichtigsten Pipelines gesprengt. Der Ausfall der Ölleitung dürfte sich negativ auf die irakischen Exporte auswirken, hieß es von Fachleuten.

Außerdem würden auch die überraschend schwachen Ölreserven in den USA die Preise weiter beeinflussen, sagte Weinberg weiter. Am Vortag sind die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt unverändert geblieben. Volkswirte hatten einen Anstieg erwartet. Die Nachricht hatte die Ölpreise umgehend weiter nach oben getrieben.

Unterdessen ist auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) kräftig gestiegen. Wie das OPEC- Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch 98,42 US-Dollar und damit 2,22 Dollar mehr als am Dienstag.

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