+
Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 85 Cent auf 34,77 Dollar. Damit sank der WTI-Preis erstmals seit 2009 unter die Marke von 35 Dollar. Foto: Jan-Philipp Strobel

Ölpreise setzen Sinkflug fort

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben ihren Sinkflug fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel am Montag auf 36,78 US-Dollar.

Das waren 1,11 Dollar weniger als am Vortag. Mit 36,62 Dollar erreichte Brent zwischenzeitlich den niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 85 Cent auf 34,77 Dollar. Damit sank der WTI-Preis erstmals seit 2009 unter die Marke von 35 Dollar.

Beschleunigt wurde die Talfahrt durch Aussagen aus dem Iran. Es gebe trotz des Preisverfalls "absolut keine Chance", dass das Land die geplante Erhöhung der Ölexporte verschiebe, teilte das iranische Ölministerium mit.

Iran ist derzeit noch mit Sanktionen belegt, die auch die Ölausfuhr betreffen. Wegen der politischen Einigung im Streit um das Atomprogramm des Landes wird erwartet, dass diese Sanktionen bald gelockert werden.

Mittlerweile sind die Wetten auf fallende Ölpreise an den Finanzmärkten auf einen Rekordstand gestiegen. Die einseitige Positionierung der Investoren sei allerdings gefährlich, kommentierten Analaysten der Commerzbank. Das Institut verweist auf die hohe Nachfrage, die auf eine baldige Stabilisierung des Marktes hindeute.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) fiel. Das Opec-Sekretariat teilte am Montag mit, dass der Korbpreis am Freitag 33,76 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 93 Cent weniger als am Vortag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Forscher erwarten schwächeres Wirtschaftswachstum
Die USA und Europa streiten über neue Zölle. Das ist nicht der einzige Grund, der Wirtschaftsforscher skeptisch macht. Für Deutschland haben sie nicht mehr ganz so gute …
Forscher erwarten schwächeres Wirtschaftswachstum
Bram Schot wird kommissarisch Audi-Chef
Audi-Chef Stadler sitzt in U-Haft - der Aufsichtsrat hat ihn deshalb erst einmal beurlaubt und den Vertriebsvorstand auf den Chefsessel gesetzt.
Bram Schot wird kommissarisch Audi-Chef
Dr. Oetker peilt weitere Übernahmen an
80 Jahre lang zählte die Schifffahrt zu Dr. Oetker. Zuletzt wurde die Sparte für 3,7 Milliarden Euro verkauft. Das kostete zwar Umsatz, bringt aber Geld für Zukäufe im …
Dr. Oetker peilt weitere Übernahmen an
Flugtickets sind zu Jahresbeginn teurer geworden
Nach dem Ende von Air Berlin machen sich die Billigflieger auf dem deutschen Markt weiter scharfe Konkurrenz. Die Ticketpreise sind einer Studie zufolge aber leicht …
Flugtickets sind zu Jahresbeginn teurer geworden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.