+
Ölpumpen in Kalifornien. Nun scheint sich der Ölpreis etwas gefangen zu haben - die große Wende ist das aber wohl noch nicht. Foto: Sean Masterson

Ölpreise kräftig gestiegen

Zuletzt war es immer weiter abwärts gegangen mit den Ölpreisen. Weil die Entwicklung neben Vorteilen für Verbraucher auch Schattenseiten hat, wuchs die Unruhe. Nun scheint sich der Preis etwas gefangen zu haben - die große Wende ist das aber wohl noch nicht.

New York/London/Wien (dpa) - Die Ölpreise sind am Freitag nach der rasanten Talfahrt der vergangenen Tage kräftig gestiegen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am frühen Abend 31,57 US-Dollar und damit 2,32 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 2,11 Dollar auf 31,64 Dollar. Im Verlauf der Woche hatten die Ölpreise mit deutlich unter 30 Dollar den tiefsten Stand seit 2003 erreicht.

Der Preisanstieg beim Rohöl läuft bereits seit Donnerstag. Er ist der stärkste binnen zwei Tagen seit August. Experten sehen aber dennoch keine Trendwende am Ölmarkt. Nach wie vor deuten die Nachrichten auf ein steigendes Angebot an Rohöl hin. "Die US-Rohölproduktion stieg die sechste Woche in Folge und erreichte mit 9,24 Millionen Barrel pro Tag das höchste Niveau seit August 2015", schreibt Eugen Weinberg, Analyst bei der Commerzbank. Zudem rechnet er mit steigenden Exporte aus dem Nahen Osten.

Mehr Öl ist vor allem aus dem Iran zu erwarten. Nach der EU und den USA werde auch Japan seine Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben, teilte der japanische Außenminister Fumio Kishida am Freitag mit. Auch das Nachbarland Irak will offenbar eine Schippe drauflegen. Der irakische Ölminister stellte eine weitere Produktionserhöhung um bis zu 400 000 Barrel pro Tag in Aussicht.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist nach intensiver Talfahrt zuletzt ebenfalls etwas gestiegen. Am Freitag meldete das Opec-Sekretariat, dass der Korbpreis am Donnerstag 22,89 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 41 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden
Dass das Wetter mal nicht mitspielt, gehört für die Landwirte zum Berufsrisiko. In diesem Jahr sind die Folgen aber teils besonders hart und wirbeln auch die Einsätze …
Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Verbraucherschützer warnen: Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny und Kaufland und Co.! Welche Märkte und welche Produkte betroffen sind, erfahren Sie hier.
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Finanzexperten und Konzernchefs warnen vor Protektionismus
Der Handelsstreit zwischen den USA und großen Volkswirtschaften eskaliert weiter. Experten und Konzernchefs warnen eindringlich vor den Folgen eines sich weiter …
Finanzexperten und Konzernchefs warnen vor Protektionismus
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
Urlauber sollen bei Online-Buchungen künftig besser abgesichert sein. Das neue Reiserecht hat aus Sicht von Verbraucherschützern aber unerwünschte Nebenwirkungen. Auch …
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.