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Der hohe Ölpreis ist eine Gefahr für den Aufschwung in Deutschland.

Ölpreis gefährdet Aufschwung

Berlin - Die Krise in Libyen und der steigende Ölpreis werden auch Deutschland empfindlich treffen. Das befürchtet zumindest das Bundeswirtschaftsministerium:

“Der Ölpreis wird uns massiv betreffen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher (FDP), am Freitag in Berlin. Es gebe Anzeichen eines Bürgerkriegs in dem nordafrikanischen Land. “Wir können nur hoffen, dass sich die Situation schnell löst.“

Allerdings zeigte sich Burgbacher zuversichtlich. Zwar könne die Entwicklung beim Öl den Aufschwung in Deutschland leicht drücken. “Aber wir werden das beherrschen“, sagte Burgbacher. Die Grundlagen des deutschen Aufschwungs seien sehr solide.

Infolge der Unruhen im Nahen Osten hat sich leichtes Heizöl mitten in der spätwinterlichen Kältewelle auf über 83 Cent pro Liter verteuert, den höchsten Stand seit Herbst 2008.

Der Spritpreis stieg am Freitag weiter und lag in Städten wie Hamburg, München, Frankfurt am Main oder dem Ruhrgebiet an Markentankstellen bereits bei 1,57 Euro pro Liter Super und 1,45 Euro für Diesel. Super wäre damit vier Cent teurer als am Donnerstagabend, Diesel zwei Cent.

Libyen ist einer der größten Erdölproduzenten der Welt und hat mit 5,7 Milliarden Tonnen die größten Reserven in Afrika. Libysches Öl gilt als sehr hochwertig, viel davon wird nach Europa exportiert. Libyen ist der fünftwichtigste Lieferant von Rohöl für Deutschland.

dpa

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