"Nicht ausgeschlossen"

Österreich prüft weitere Klage gegen Landesbank

  • schließen

München – Österreich prüft offenbar erneut, ob es die Notverstaatlichung der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) vor Gericht anfechten soll.

Österreich hatte die Bank 2009 von der Bayerischen Landesbank für einen symbolischen Euro übernommen. Zwar hat der Kauf der HGAA auch die BayernLB mehr als 3,7 Milliarden Euro gekostet, doch für die Österreicher erweist sich die Bank nun als immer größer werdendes Milliardenloch. Deshalb würden sie sie am liebsten zurückgeben – oder zumindest eine Beteiligung Bayerns an künftigen Kosten erreichen. Doch die wurde bei der Notverstaatlichung ausgeschossen. Einziger Ausweg: eine Klage mit dem Argument, dass man nicht vollständig über den Zustand der HGAA informiert worden sei.

Schon vor einem Jahr hatte man diesen Schritt in Österreich diskutiert, weil die Verjährung Ende 2012 drohte. Damals einigte man sich mit der BayernLB auf eine Verlängerung dieser Frist bis zum 31. Dezember 2013. Das hatte den Vorteil für beide Banken, dass der neue Termin nach den Wahlen in Bayern und Österreich lag. Nach den Wahltagen flammt die Diskussion nun wieder auf. HGAA-Aufsichtsratschef Klaus Liebscher sagte laut „Standard“: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine Anfechtungsklage wegen Irrtums eingebracht wird.“ Sprecher der BayernLB und der HGAA wollten sich nicht äußern.

Philipp Vetter

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen letztlich doch noch aus der Deckung …
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab
Beim Billigflieger Ryanair wurde noch nie gestreikt. Das soll sich nach dem Willen mehrerer europäischer Pilotengewerkschaften noch in diesem Jahr ändern. Auch in …
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
Fast vier Monate nach der Insolvenz von Air Berlin ist nun endgültig klar: ein Teil geht an Easyjet. Bei den größten Teilen gibt es aber nach wie vor keine Klarheit.
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
BER: Länderchefs beraten über Eröffnungstermin
Wie geht es mit dem Flop-Projekt BER weiter? In Berlin beraten nun die Landes-Regierungschefs. Am Freitag könnte es ein neues Eröffnungsdatum geben.
BER: Länderchefs beraten über Eröffnungstermin

Kommentare