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Ein Mitarbeiter von Lieferservice.at steht neben seinem E-Bike. Österreich hat den weltweit ersten Kollektivvertrag für Fahrradzusteller. Foto: Lukas Huter

Vereinbarung erzielt

Österreich: Weltweit erster Tarifvertrag für Fahrradkuriere

Wien (dpa) - In Österreich haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf einen Tarifvertrag für Fahrradboten und Essenszulieferer geeinigt.

Wie die Gewerkschaft vida und die Wirtschaftskammer Österreich mitteilten, haben Lieferanten ab dem 1. Januar 2020 Anspruch auf einen Basislohn von 1506 Euro bei einer 40-Stunden-Woche. Auch das in Österreich übliche 13. und 14. Monatsgehalt steht den Boten künftig zu. Außerdem wurde ein Ausgleich für die Nutzung privater Fahrräder und privater Mobiltelefone vereinbart. Nach Angaben der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter handelt es sich um den ersten Tarifvertrag für Fahrradboten und Essenszulieferer weltweit.

"Mit diesem Abschluss haben wir den Grundstein zur arbeits- und sozialrechtlichen Absicherung der Fahrradboten gesetzt", hieß es in der gemeinsamen Mitteilung der Gewerkschaft sowie des Fachverbands Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer. "Die Zustelldienste und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben damit ein Regelwerk zur Verfügung, das für beide Seiten eine sichere Rechtsgrundlage schafft und somit in der Branche für einen fairen Wettbewerb und soziale Sicherheit sorgen wird." Der Tarifvertrag solle bei den jährlichen Lohnverhandlungen zudem weiterentwickelt werden, sagte vida-Gewerkschafter Karl Delfs.

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