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EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) will den Ölkonzernen künftig genauer auf die Finger schauen.

Oettinger will Ölkonzernen genauer auf die Finger schauen

Frankfurt - EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) will den Ölkonzernen künftig genauer auf die Finger schauen. In erster Linie wolle er überprüfen, ob die Argumentation für Preiserhöhung richtig ist.

Wegen der alljährlich zu Ostern steigenden Benzinpreise will EU-Energiekommissar Günther Oettinger den Ölkonzernen künftig genauer auf die Finger schauen. In einem Gastbeitrag für “Bild am Sonntag“ kündigte der CDU-Politiker eine Überprüfung der Argumentation an, die höheren Preise seien auf eine größere Nachfrage während der Ferien zurückzuführen.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

“Meine Fachleute werden in den kommenden Jahren sehr genau beobachten, ob der Gesamtspritverbrauch in den Ferienzeiten tatsächlich zunimmt“, sagte Oettinger. Denn nur dann wären höhere Spritpreise nachvollziehbar. Nach Angaben des früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten konnten bisher keine illegalen Preisabsprachen der Unternehmen belegt werden. Eine größere Gefahr als denkbare Preisabsprachen zwischen den Ölkonzernen stellen für den CDU-Politiker “Spekulanten dar, die an den virtuellen Märkten mit dem Rohstoff Öl handeln und so die Preise in die Höhe treiben“.

Mittelfristig stimmte Oettinger die Bundesbürger auf steigende Benzinpreise ein: “Ganz unabhängig von solchen Spekulationsgeschäften werden fossile Brennstoffe, insbesondere Benzin, mittelfristig teurer.“ In einigen Jahren werde die Nachfrage nach Öl stärker ansteigen als die Ölförderung. “Umso wichtiger ist es, eine ausreichende Versorgung der EU-Mitgliedsländer mit Energie, insbesondere mit erneuerbaren Energien und durch Effizienzsteigerung, sicherzustellen“, schrieb Oettinger. Denn in Deutschland habe der Benzinpreis bereits jetzt eine Schmerzgrenze erreicht.

DAPD

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