Oldenbourg insolvent

Beschäftigte in Kirchheim gekündigt: - Kirchheim - Zum 1. Juli ist es endgültig vorbei. Dann stehen die 230 Beschäftigten der graphischen Betriebe der Oldenbourg Gruppe in Heimstetten bei Kirchheim auf der Straße. Die Gesellschafter der Oldenbourg GmbH und des Oldenbourg Druckerei- und Bindereibetriebs beantragten beim Amtsgericht München die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Befürchtet hatten es die Mitarbeiter schon länger. Im vergangenen Sommer kämpften sie mit Warnstreiks gegen die Entlassung von zahlreichen Kollegen - vergeblich.

Glück im Unglück haben jetzt diejenigen, denen bereits 2006 gekündigt worden war und deren Kündigungsschutzklagen noch liefen. So erhalten die über 20 Jahre im Unternehmen Tätigen zumindest eine Abfindung, die vorab für den Insolvenzfall zugesichert worden war. Das betrifft allerdings nur rund 50 Drucker und Binder, der Rest ist nicht abgesichert.

Es gäbe zwar theoretisch die Möglichkeit, dass Interessenten den Betrieb kaufen - aber erst in etwa drei Monaten, wenn alle Kündigungen wirksam sind und ein Käufer keine Mitarbeiter mehr übernehmen muss.

Die vorläufige Insolvenzverwalterin Barbara Beutler aus München teilte inzwischen mit, dass sie den Betrieb in Heimstetten gemeinsam mit der Geschäftsführung fortführen und aufrechterhalten wird.

Nicht betroffen vom Insolvenzverfahren sind die Oldenbourg Verlage - bekannt für ihre Schul- und Wissenschaftsbücher. Sie gehören seit 2004 nicht mehr zum Unternehmen, nachdem sie die Berliner Cornelsen Gruppe gekauft hatte.

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