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Beim Online-Banking planen die Banken laut Münchner Merkur die Abschaffung der TAN-Listen.

Online-Banking: Banken planen Abschaffung der TAN-Listen

München - Die deutschen Banken wollen ihre Sicherheitsverfahren beim Online-Banking ändern. Das berichtet der "Münchner Merkur" in seiner Donnerstagausgabe.

Man diskutiere über einen gemeinsamen Zeitpunkt, die Papierlisten mit sogenannten TAN-Nummern abzuschaffen, erfuhr der "Münchner Merkur" aus Bankenkreisen. Stattdessen sollen die Sicherheitsnummern künftig nur noch aufs Handy geschickt oder von einem Zusatzgerät beim Kunden für jede Transaktion neu generiert werden. Die Banken wollen so dem Problem begegnen, dass Kriminelle mit Spionageprogrammen auf Computern von Bankkunden deren Überweisungen umleiten.

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Die Postbank hat bereits angekündigt, ab 18. Januar dieses Jahres keine neuen TAN-Listen mehr zu verschicken. Ein Sprecher des Bayerischen Sparkassenverbands sprach von einem „fließenden Übergang“ zu den alternativen Methoden. Einen Zeitpunkt für die Abschaffung der Papierlisten gebe es noch nicht. Kerstin Altendorf, Sprecherin des Zentralen Kreditausschusses, sagte dem "Münchner Merkur", es bleibe den einzelnen Instituten überlassen, welche Standards sie für das Online-Banking festlegen. Ein Commerzbank-Sprecher sagte, man prüfe derzeit neue Sicherheitsverfahren. Nur bei der Deutschen Bank hieß es, es werde weiter die Wahlmöglichkeit zwischen Papier- und Mobile-TAN geben.

mm

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