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Zehn Prozent des Handels haben sich ins Internet verlagert.

Auch an Ostern

Internet lässt Bayerns Händler stöhnen

München - Auch Ostergeschenke werden zunehmend im Internet gekauft. Die Einzelhändler im Freistaat leiden unter der Konkurrenz. Der Verband erwartet dennoch stabile Umsätze.

Bayerns Einzelhändler stöhnen auch zu Ostern unter der wachsenden Konkurrenz aus dem Internet. Im Geschäft mit Dekoration, Spielzeug, Büchern und anderen Überraschungen fürs Osternest hätten Onlineanbieter den Einzelhändlern dieses Jahr wieder einiges an Umsatz weggeknabbert, sagte Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern in München. „Einer von zehn Euro wird mittlerweile im Internet umgesetzt. Das Umfeld bleibt insgesamt schwierig.“ Für den bayerischen Einzelhandel erwartet Ohlmann aber stabile Umsätze im Ostergeschäft.

Neben dem klassischen Süßigkeiten-Geschäft seien bei den Kunden auch in diesem Jahr DVDs und CDs, Schmuck, Parfüm und Blumen gefragt gewesen. Aber auch der Lebensmittelhandel profitiere kräftig vom Osterfest und steuere an diesem Samstag noch einmal auf einen Großkampftag zu, sagte Ohlmann. „Absatzrenner sind dabei Hühnereier.“ So steige der Pro-Kopf-Verzehr von durchschnittlich vier auf sieben Eier in der Osterwoche.

Ostern als erster Umsatzhöhepunkt des Jahres

Eher schleppend läuft dagegen das Geschäft mit Kleidung. Das winterliche Wetter habe den Kunden bisher die Lust auf Einkaufstouren und Frühjahrsmode verdorben. „Da werden Woche für Woche rote Zahlen geschrieben. Mit Blick auf Textilien erfriert der Osterhase dieses Jahr.“

Generell sei Ostern für den Einzelhandel der erste Umsatzhöhepunkt des Jahres. Von einem „Mini-Weihnachten“ könne aber keine Rede sein, sagte Ohlmann. „Der Osterhase ist vom Christkind Lichtjahre entfernt, was den Umsatz betrifft.“

dpa

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