Ostbahnhof ist für S-Bahnen wieder frei – noch immer herrscht Chaos

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Die Opec dreht den Ölhahn auf: Doch die Preise bleiben hoch

- München - Vor Beginn des Winters beraten die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) heute über eine Erhöhung der Förderquoten. Beobachter erwarten zwar, dass die Opec-Minister morgen eine weitere Produktionserhöhung um 500 000 oder gar eine Million Barrel (je 159 Liter) beschließen werden.

Doch niemand glaubt, dass dies zu einer baldigen Senkung der Rekordpreise für das "schwarze Gold" führen könnte.

Saudi-Arabiens Ölminister Ali el Naimi sprach offen aus, was Analysten schon seit Monaten gebetsmühlenartig erklären. "Selbstverständlich" werde sein Land einer Erhöhung der Förderquoten zustimmen. Aber "ebenso selbstverständlich" sei, dass der Weltmarkt eigentlich kein zusätzliches Rohöl brauche: "Woran es fehlt, sind die Produkte." Vor allem die Engpässe bei Benzin, Diesel und Heizöl in den USA nach dem Hurrikan "Katrina" bestimmen zurzeit die Entwicklung.

Die jüngsten Zahlen der Opec, die etwa 40 Prozent der weltweiten Ölproduktion bestreitet, sprechen eine deutliche Sprache: So hat Saudi-Arabien etwa seit Mai täglich etwa 9,5 Millionen Barrel gepumpt und wäre bereit, seine volle Förderkapazität von 11 Millionen Barrel auf den Markt zu bringen. Doch die Saudis und andere Produzenten aus dem Mittleren Osten haben schon heute Probleme, ihr stark schwefelhaltiges und nur aufwendig raffinierbares Öl überhaupt zu verkaufen. Der Korbpreis für Rohöl des Kartells liegt zurzeit mit knapp 57 US-Dollar deutlich unter dem Preis qualitativ besserer Sorten etwa aus der Nordsee oder den USA.

Dazu kommt der inzwischen weltweit sinkende Verbrauch, für den nicht zuletzt die jüngsten Rekordpreise verantwortlich gemacht werden. Sowohl die Opec als auch die Internationale Energie-Agentur haben ihre Prognosen für den Mehrbedarf an Rohöl für dieses und das nächste Jahr bereits zurückgeschraubt.

Doch vorerst schlagen sich die hohen Energiekosten auf die Verbraucherpreise nieder. Wer in den kommenden Monaten eine Pauschalreise bucht, muss sich auf steigende Preise einstellen. "Wir können nicht ausschließen, dass die Kunden wegen der extrem hohen Kerosinpreise in der kommenden Saison Zuschläge zahlen müssen", sagte eine Sprecherin des Marktführers Tui dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Wenn die Fluggesellschaften höhere Preise verlangen, müssten wir diese an die Kunden weitergeben."

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