Opec plant Anhebung ihres Öl-Preisbandes

- Wien - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) will den Ölpreis in Zukunft bei rund 30 Dollar je Barrel (159 Liter) halten. Das ist zwar erheblich weniger, als gegenwärtig für Rohöl zu zahlen ist, jedoch deutlich mehr als der Durchschnitt der letzten Jahre. Die Sorge vor Produktionsausfällen im Golf von Mexiko durch den Hurrikan "Ivan" hat die Ölpreise steigen lassen. In London kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober zuletzt 41,15 Dollar und damit 95 Cent mehr als bei Handelsschluss am Freitag. Leichtes US-Öl verteuerte sich an der New Yorker Warenterminbörse Nymex um 1,19 Dollar auf 44,00 Dollar.

<P>Eine Anhebung der Preisspanne von bisher 22 bis 28 Dollar je Barrel Öl steht im Mittelpunkt der morgigen Ministerkonferenz der Organisation. Aus allen einflussreichen Opec-Staaten kamen in den vergangenen Tagen Signale, wonach eine Erhöhung des Preiszieles angestrebt wird. "Es ist notwendig, das Preisband der geänderten Realität anzupassen", meinte etwa jüngst Obeid bin Saif Al Nasseri, Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate. "Ein fairer Preis läge zwischen 28 und 30 Dollar", meinte sein Amtskollege aus Katar, Abdullah al Attiyah. Der Zeitpunkt für die Anhebung sei zweitrangig. Im Jahr 2000, als die Ölpreise teilweise unter 20 Dollar lagen, hatte die Opec ein Preisband von 22 bis 28 Dollar festgelegt. Fielen die Preise tiefer, wurde die Produktion gedrosselt, stiegen sie höher, sollten die Förderhähne aufgedreht werden. Seit rund einem Jahr liegen die Preise aber permanent über der 28-Dollar-Marke.</P><P> </P>

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