OPEC-Öl bleibt teuer

- Die Sprengung der irakischen Öl-Pipeline in die Türkei macht sich am Londoner Ölmarkt bemerkbar. Wegen der Sorge um weitere Störungen bei der Ölversorgung stieg der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent am Montag in London um 35 Cent auf 29,16 Dollar an.

<P>Marktexperten rechnen kaum damit, dass große Fördermengen aus dem Irak den Ölpreis wieder unter 20 Dollar drücken könnten. "Eine Pipeline von dieser Länge kann nur schwer vor Sabotage geschützt werden", sagte Alex Scott von der Beraterfirma 7 Investment Management.</P><P>Die Leitung war am Freitag bei einem Sabotageakt gesprengt worden. Die Reparatur der knapp 1000 Kilometer langen, unterirdischen Pipeline wird noch mehrere Tage dauern.</P><P>Unterdessen bleibt der Preis für Rohöl aus der Organisation Erdöl exportierender Länder deutlich über 28 Dollar. In der vergangenen Woche habe das Barrel (159 Liter) 28,78 Dollar gekostet und sei damit 6 Cent teurer gewesen als in der ersten August-Woche, berichtete das OPEC-Sekretariat in Wien am Montag.</P><P>Damit fand der Ölpreis weiter nicht in das Preisband (22 bis 28 Dollar je Barrel) zurück, das die OPEC anstrebt. Allerdings zeigten die meisten OPEC-Mitglieder zuletzt wenig Interesse, die automatische Förderanpassung in Kraft zu setzen: Diese sieht vor, dass die Produktion um eine halbe Million Barrel pro Tag angehoben wird, wenn der OPEC-Ölpreis mehr als 20 Handelstage in Folge über 28 Dollar notiert. Das wäre Ende der Woche der Fall.</P><P>Derzeit ist eine gemeinsame Obergrenze von 25,4 Millionen Barrel am Tag festgeschrieben. Diese Zahl war bei einem Treffen der OPEC- Minister Ende Juli bestätigt worden. Erst beim nächsten Treffen am 24. September in Wien könnte es zu einer neuen Vereinbarung kommen, sollten die Preise nicht sinken, heißt es.</P>

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