Ein Opel Ampera-e wird geladen
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Solange der defekte Akku nicht ausgetauscht ist, sollten die von der Rückrufaktion betroffenen Opel Ampera-e nicht unbeaufsichtigt geladen werden

Übergangslösung

Wegen Brandgefahr: Beliebtes E-Auto-Modell darf nur mit 15 Meter Abstand parken

  • Markus Hofstetter
    VonMarkus Hofstetter
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Wegen defekter Akkus sind mehrere E-Autos von General Motors in Brand geraten. Solange das Bauteil nicht ausgetauscht ist, werden Vorsichtsmaßnahmen empfohlen.

Rüsselsheim/Detroit - Das Risiko eines Brandes ist laut ADAC bei Elektroautos auch nicht größer als bei Verbrennern. Etwas anderes ist es, wenn man wie General Motors mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hat. Der Akku des Chevrolet Bolt, der weitgehend baugleich mit dem in Europa verkauften Opel Ampera-e ist, hat bereits mehrere Male Feuer gefangen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA spricht insgesamt von mindestens dreizehn Vorfällen. Betroffen sind demnach die Baujahre von 2017 bis 2019.

General Motors und Opel haben deswegen bereits ein Rückrufaktion gestartet und die betroffen Besitzer informiert, darunter ist auch die Hamburger Polizei*. Bei den Fahrzeugen sollen die als Brandursache identifizierten defekten Batteriemodule ersetzt werden. Die Aktion soll rund eine Milliarde Dollar kosten.

Warnung: 110 Kilometer Restreichweite soll nicht unterschritten werden

Solange der Austausch nicht stattgefunden hat, geben General Motors und Opel den betroffenen Bolt- beziehungsweise Ampera-e-Besitzern folgende Ratschläge. Sie sollten das Fahrzeug mit dem Modus „Bergabfahrtreserve” (Modelljahre 2017-2018) oder dem Modus „Soll-Ladeniveau“ (Modelljahr 2019) auf den Ladezustands-Grenzwert 90 Prozent bringen. Falls notwendig, kann der Händler die Anpassung durchführen.

Zudem soll ein Entladen der Batterie auf weniger als 110 Kilometer Restreichweite vermieden werden. Das heißt, dass das Fahrzeug öfter geladen werden sollte. Auch sollte das Fahrzeug zum Laden im Freien abgestellt und nicht über Nacht unbeaufsichtigt geladen werden.

Wegen defekter Akkus bei Chevy Bolt und Opel Ampera-e: Parklücke von 35 Metern notwendig

Sind diese Ratschläge für die Besitzer schon unbequem, wird es im Alltag noch problematischer. Beim Parken im Freien soll ein Abstand von 15 Metern zum nächsten Fahrzeug eingehalten werden. Zusammengerechnet benötigt ein Chevy Bolt oder ein Opel Ampera-e damit eine Parklücke von insgesamt 35 Metern.

Wie das Autofahrer in einer Stadt mit einem begrenzten Parkraum bewerkstelligen sollen, ist nicht bekannt. Die Besitzer können nur hoffen, dass der Austausch schnell über die Bühne geht. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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