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Betriebsrat und Management von Opel können sich nicht auf Belegschaftsbeiträge einigen.

Opel: Beiträge der Belegschaft bleiben unklar

Rüsselsheim - Im Ringen um Belegschaftsbeiträge für die Sanierung des Autobauers Opel ist keine Annäherung zwischen Betriebsrat und Management in Sicht.

Die Arbeitnehmer warfen Opel-Chef Nick Reilly am Dienstag vor, erneut strategische Entscheidungen ohne Absprache getroffen zu haben. Stein des Anstoßes sind Aussagen Reillys, wonach das Elektroauto Ampera in England gefertigt werden soll. “Die Chancen sind ziemlich gut, dass der Ampera in Ellesmere Port gebaut wird. Was die Produktion angeht, ist er nahe am Astra, und sie teilen viele Bauteile“, zitierte die britische Zeitung “The Times“ Reilly am Dienstag. Die Produktion könne sich auf 50.000 Autos pro Jahr belaufen.

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"Opel nicht gegen Belegschaft sanieren"

Staatshilfe für Opel äußerst fraglich

Die britische Regierung hat Opel-Vauxhall bereits Kreditgarantien in Millionenhöhe gegeben. In allen anderen Opel-Standortländern steht eine Zusage noch aus. General Motors hofft auf 1,8 Milliarden Euro Staatshilfen und will selbst 1,9 Milliarden Euro in die Opel-Rettung stecken, teilweise in Form von Krediten. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz wertete Reillys Ankündigung als Affront: “Das stößt bei uns auf absolutes Unverständnis. Reilly hat mit niemandem über das Thema gesprochen“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der dpa. Ellesmere Port sei ausgelastet. “Wir können nicht akzeptieren, dass einfach nach Gutsherrenart Fahrzeuge verteilt werden, gleichzeitig aber Staatshilfen auch aus anderen Ländern als Großbritannien sowie Arbeitnehmerbeiträge gefordert werden.“

Das Management habe schon die Produktion des Astra Caravan eigenhändig von Rüsselsheim nach Ellesmere Port verlagert. Opel fordert von der Belegschaft einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro von 2010 bis 2014. Beobachter gehen davon aus, dass Opel ohne dieses Geld nicht gerettet werden kann. Eine Einigung steht aber aus und ist nun in weite Ferne gerückt. Betriebsräte und Gewerkschaften lehnen auch die vom Management geplante Schließung des belgischen Standortes Antwerpen ab. Opel will europaweit 8000 von 48 000 Stellen streichen und die Kapazitäten um 20 Prozent reduzieren.

dpa

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