Bochumer Werk

Opel bietet Mitarbeitern Abfindungen an

Bochum - Opel geht bei der geplanten Abwicklung seines Werkes Bochum erste konkrete Schritte beim Personalabbau. Betroffen sind rund 300 Mitarbeiter an dem langjährigen Opel-Standort.

Den 300 Beschäftigten in der Bochumer Getriebeproduktion werde zum Auslaufen der Fertigung Ende dieses Jahres ein freiwilliges Abfindungsangebot gemacht, sagte ein Opel-Sprecher am Mittwoch in Rüsselsheim. Alternativ zum Ausstieg bei Opel könnten die Beschäftigten zum Jahreswechsel für ein Jahr in eine Transfergesellschaft wechseln, um sich für den Arbeitsmarkt weiterzuqualifieren. Daneben sei ein Arbeitsplatzwechsel an andere Opel-Standorte möglich.

Die Beschäftigten seien am Mittwoch während einer Belegschaftsversammlung von Geschäftsleitung und Betriebsrat über die Angebote informiert worden, sagte der Opel-Sprecher. Die Entscheidung zu den Abfindungsangeboten sei nach einer ersten Verhandlungsrunde zwischen Management, der Gewerkschaft IG Metall und dem Betriebsrat getroffen worden. Das Abfindungsprogramm gelte ab sofort bis zum Jahresende. Mitarbeiter, die nicht bei Opel aussteigen wollten, würden zunächst intern umgeschult.

Insgesamt beschäftigt Opel rund 3000 Menschen in Bochum. Neben der Getriebefertigung produziert Opel dort sein Modell Zafira. Außerdem betreibt Opel in Bochum ein Verteilzentrum für Fahrzeugteile, von dem aus Händler beliefert werden. Opel will das Werk Bochum Ende 2014 nach Jahrzehnten endgültig schließen.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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