"Dürfen GM nicht länger auf der Tasche liegen"

Rüsselsheim/Frankfurt - Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke pocht auf Erfolge bei der Sanierung des angeschlagenen Autobauers.

Die US-Konzernmutter General Motors (GM) sei “zu Recht ungeduldig mit uns“, sagte Stracke der “Bild“-Zeitung (Mittwoch). “Deswegen müssen wir so schnell wie möglich wieder profitabel werden. Wir dürfen unserer Mutter nicht länger auf der Tasche liegen.“

Stracke sagte, das Ende Juni vorgelegte Konzept sei “kein Sparpaket, sondern ein klarer Wachstumsplan“. Von Werksschließungen oder Stellenabbau ist darin keine Rede mehr. Stattdessen sollen teure Überkapazität abgebaut werden, indem Modelle wie der kleine SUV Mokka, der Antara oder der Agila nicht mehr in Korea, sondern in Europa vom Band rollen. Der Plan greift zudem bereits angekündigte Investitionen in die Produktpalette von Opel/Vauxhall auf. Geplant sind zum Beispiel 23 neue Modelle in den kommenden vier Jahren.

“Wir haben jetzt einen Geschäftsplan, der eine gute Grundlage für die Zukunft ist. Aber natürlich müssen wir noch viel tun, um wettbewerbsfähiger zu werden“, sagte Stracke der Zeitung. “Wir dürfen keinen Rückenwind vom Markt erwarten.“ Derzeit wird über die Umsetzung des Konzepts verhandelt. “IG Metall, Betriebsrat und wir vom Opel-Vorstand ziehen dabei an einem Strang“, sagte Stracke.

dpa

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