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Mit 1,5 Milliarden Euro soll der Staat bei der Opel-Sanierung helfen.

Opel-Sanierung: Staat soll mit 1,5 Milliarden Euro helfen

Frankfurt/Main - Deutschland soll sich mit 1,5 Milliarden Euro an der Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel beteiligen. Das bestätigte das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt.

Wie diese Summe zwischen Bund und Ländern aufgeteilt wird, sei Sache der Politik. Insgesamt will die US-Mutter General Motors (GM) in den europäischen Ländern mit Opel-Standorten rund 2,7 Milliarden Euro einsammeln.

Den Betrag von 1,5 Milliarden Euro sollen je zur Hälfte Bund und Länder zahlen, hieß es von den beteiligten Opel-Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Dem Antrag zufolge will GM Hilfen aus dem “Deutschlandfonds“ bekommen, den die Bundesregierung in der Krise für notleidende Unternehmen aufgelegt hatte. Offen ist, ob GM staatliche Kredite oder Bürgschaften haben will. Deren Vergabe ist aber an strenge Kriterien gebunden.

Am Dienstagvormittag stellt Opel-Chef Nick Reilly den Sanierungsplan in Frankfurt vor. Neben den Staatshilfen verlangt das Management von den Mitarbeitern einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro in den Jahren 2010 bis 2014. Das lehnen Betriebsräte und Gewerkschaften derzeit ab, weil sie das Aus des belgischen Standorts Antwerpen nicht mittragen wollen und GM ihnen bisher keine Sicherheiten für ihre Beiträge angeboten habe.

Inzwischen wird bereits über einen Plan B spekuliert: Sollten Staatshilfen und Mitarbeiterbeiträge nicht im gewünschten Umfang fließen, könnten weit mehr als die derzeit offiziell geplanten 8300 von europaweit 48 000 Stellen wegfallen. Auch weitere Werkschließungen seien im Gespräch. Aus Sicht des Betriebsrats ist ein Plan B derzeit reine Spekulation.

dpa

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