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Opel-Chef Nick Reilly will mit kleinen Elektroautos den Markt erobern.

Opel plant kleines Elektroauto

Hamburg/Frankfurt - Opel-Chef Nick Reilly will mit kleinen Elektroautos den Markt erobern. Er hat auch andere ehrgeizige Pläne, die aber vorerst an der Umsetzung scheitern.

Opel will mit einem kleinen Elektroauto neue Käuferkreise in Städten erschließen. “Ich gehe davon aus, dass verschiedenen Regierungen solche Fahrzeuge steuerlich fördern werden“, sagte Opel-Chef Nick Reilly der “Bild am Sonntag“. Der elektrische batteriebetriebene Kleinwagen solle unterhalb des Corsa angesiedelt werden. “Da sehen wir weltweit in den Innenstädten großes Potenzial“, unterstrich der Opel-Chef nach rund 100 Tagen in Amt.

Unkoordinierte Hilfspakete

In der “Welt am Sonntag“ kündigte Reilly an, Opel wolle bis 2015 den PKW-Absatz von heute 1,2 Millionen heute um 500 000 Autos steigern. Für dieses Jahr sagt er jedoch kein gutes Ergebnis voraus: “Licht am Horizont sehe ich ab 2011. Ab 2012 wollen wir wieder Gewinne machen“.

Zu Forderungen, der Mutterkonzern General Motors (GM) müsse sein finanzielles Engagement zur Sanierung der Marke verstärken, sagte Reilly: “GM hat Opel nicht behalten, um die Marke kaputtgehen zu lassen.“ Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warnte unterdessen vor einem europaweiten Subventionswettlauf. Er sehe die Gefahr, dass derzeit “in verschiedenen europäischen Ländern unkoordiniert Hilfspakete geschnürt werden“, sagte er dem “Focus“.

Erste Modelle 2013

Zugleich kritisierte er die Ministerpräsidenten der Opel-Standorte, die eine Grundsatzentscheidung für staatliche Hilfen gefordert hatten. Die Prüfung des Beihilfeantrags folge einem festen Verfahren, sagte der Minister. Daran seien auch die Länder beteiligt. Selbst wenn der Autobauer mit staatlichen Hilfen gerettet werde, sei dies noch keine Garantie dafür, dass Opel künftig im internationalen Wettbewerb bestehen könne.

Opel-Mutter GM hatte Ende Januar angekündigt, als erster US- amerikanischer Autohersteller selbst Elektromotoren zu entwickeln und zu fertigen. Die Aggregate sollen in reinen Elektroautos sowie in Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen. Die ersten Modelle mit dem hauseigenem Antrieb sollen 2013 auf den Markt kommen. Zuvor schon soll 2011 das Elektroauto Opel Ampera verkauft werden. Bislang war GM eher durch seine spritschluckenden Pick-up und Geländewagen aufgefallen.

dpa

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