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Opel-Beschäftigte protestieren in Antwerpen gegen Werkschließung.

Opel-Sanierung: Erste Proteste in Antwerpen

Antwerpen - In dem bedrohten Opel-Werk in Antwerpen kam es zu ersten Protestaktionen. Gewerkschaftsvertreter schlossen am Nachmittag die Parkplatztore.

Durch die Aktion konnten mehrere produzierte Autos die Fabrik nicht verlassen. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete, habe es aber keine Arbeitsniederlegungen gegeben.

Opel-Aufsichtsrat mahnt höhere Investitionen an

Bei der Sanierung des Autobauers Opel zeichnet sich ein Konflikt um die finanzielle Ausstattung des Unternehmens ab. Opel-Aufsichtratsmitglied Armin Schild, der für die IG Metall in dem Kontrollgremium sitzt, forderte Nachbesserungen. “Die veranschlagten Finanzmittel reichen, um das Unternehmen am Laufen zu halten und den beabsichtigen Stellenabbau zu finanzieren, aber nicht, um in die Zukunft zu investieren“, sagte er am Mittwoch der Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins “Focus“.

Unterdessen berichtete das “Handelsblatt“, die Überlebenschancen des Opel-Werks im belgischen Antwerpen seien gesunken.

Der neue Opel-Chef Nick Reilly will bis Ende Januar sein Sanierungskonzept vorstellen. Schild erklärte, seine Skepsis gegenüber dem Verbleib von Opel bei GM habe sich bestätigt: “Es gab mal eine Phase, in der es schien, dass GM ein ähnlich qualifiziertes Konzept wie Magna vorlegen würde. Aber dieser Eindruck hat sich nicht bestätigt.“ Die aktuellen Ankündigungen Reillys zeigten, dass der Autobauer immer noch bedroht sei.

Schild warnte, dass die Arbeitnehmer nicht zu einem Sanierungsbeitrag bereit seien, wenn der Plan Schließungen von Fertigungsstätten vorsehe: “Wir sollten nicht die Hand dazu reichen, dass Arbeitnehmerbeiträge der einen für die Stilllegung von Standorten und Vernichtung der Arbeitsplätze der anderen verwendet werden.“

Reilly will nach Informationen des “Handelsblatts“ endgültig den Daumen über das Werk in Antwerpen mit seinen rund 2.500 Mitarbeitern senken. Opel betonte, eine Entscheidung sei noch nicht getroffen. Das Werk gilt schon länger als akut gefährdet.

Bei der Vorlage des Restrukturierungskonzepts hatte der Opel-Mutterkonzern General Motors eine Schließung nicht ausgeschlossen. Auch der Plan des Auto-Zulieferer Magna, der Opel eigentlich von GM übernehmen wollte, hätte das Aus für Antwerpen bedeutet.

apn/dpa

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