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Nick Reilly rechnet weiter mit einem Lohnverzicht der Opel-Belegschaft.

Opel-Sanierungsplan fertig

Rüsselsheim - Der Sanierungsplan für den krisengeschüttelten Autobauer Opel ist fertig. Das Konzept wird derzeit von den Regierungen geprüft, so Konzernchef Nick Reilly.

“Jetzt geht es nur noch darum, zu einer abschließenden Einigung (mit den Gewerkschaften und Betriebsräten) zu kommen. Ich hoffe, das wird in den kommenden zwei bis drei Wochen passieren“, sagte Opel-Chef Nick Reilly am Dienstag in Rüsselsheim.

Trotz des Widerstands der Arbeitnehmer gegen das angekündigte Aus für den Standort Antwerpen rechnet Reilly weiter fest mit einem Lohnverzicht der Belegschaft von jährlich 265 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Das Konzept werde derzeit auch von den Regierungen geprüft, von den Opel für die Restrukturierung 2,7 Milliarden Euro Staatshilfen erwartet.

Reilly verteidigt Schließung von Opel-Werk

Reilly hat das Aus für den Standort Antwerpen gegen den Widerstand von Gewerkschaften und Betriebsräten verteidigt. “Wir haben 2009 etwa 1,1 Millionen Autos hergestellt, zu guten Zeiten waren es 1,4 Millionen: Selbst wenn wir Antwerpen schließen, haben wir noch immer eine Kapazität von 1,5 Millionen Fahrzeugen“, sagte Reilly.

Angesichts des erwartet schwachen westeuropäischen Marktes in den kommenden zwei bis drei Jahren müssten deshalb die Kapazitäten gesenkt werden. “Selbst wenn der Markt anzieht, wir unsere Anteile ausbauen und auch in andere Märkte expandieren, haben wir noch genügend Spielraum in der Produktion“, betonte Reilly.

Zwar seien derzeit keine weiteren Werkschließungen geplant. Die Kosten müssten jedoch überall in Europa gedrückt werden, um Opel auch in einem schwachen Marktumfeld profitabel zu machen. Dies strebt Reilly für 2011 an. Bis dahin solle die Belegschaft von 48 000 auf rund 8000 verkleinert werden. Ein weiterer Stellenabbau sei nicht vorgesehen: “Wir versuchen derzeit, das Unternehmen auf die richtige Größe für einen Markt zu schrumpfen, wie wir ihn 2012 erwarten“, betonte Reilly.

Er habe die Kritik der Gewerkschaften an den Plänen für Antwerpen erwartet, unterstrich der Brite: “Aber ich hoffe, dass sie verstehen werden, dass dieser Schritt als Teil eines Gesamtpakets notwendig ist, um uns erfolgreich zu machen.“ Im vergangenen Jahr habe der Autobauer einen Milliardenverlust erlitten.

dpa

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