Opel: Nun sind 10 000 Stellen in Gefahr

- Rüsselsheim - Berichte über die drohende Streichung von 10 000 Stellen bei den GM-Töchtern Opel und Saab haben die Alarmglocken schrillen lassen. Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel erklärte, er wolle für die Rettung des Opel-Werks in Rüsselsheim alle Hebel in Bewegung setzen.

<P>Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, bei den europäischen GM-Töchtern seien mehr als 10 000 Stellen in Gefahr. Demnach will GM bereits Ende Oktober - und damit früher als ursprünglich vorgesehen einen neuen Sanierungsplan für die europäischen Marken Opel, Saab und Vauxhall vorlegen. Geplant sei eine Kürzung der Fertigungskapazitäten.<BR><BR>GM will ab 2007 aus Kostengründen alle Mittelklassemodelle in Europa in nur noch einem Werk fertigen. Damit würde entweder das Rüsselsheimer Opel-Werk oder die Saab-Fabrik im schwedischen Trollhättan nicht mehr gebraucht.<BR><BR>Außerdem schnüre die schwedische Regierung derzeit ein Rettungspaket, das "sehr attraktiv" sei und der GM-Führung am 1. November präsentiert werden solle. Hessens Ministerpräsident Roland Koch sei deshalb "äußerst alarmiert". "Hinter den Kulissen tobt längst nicht mehr nur ein Tauziehen der Mitarbeiter und Manager. Da tobt auch ein Tauziehen der Regierungen", zitierte die Zeitung einen nicht näher genannten Informanten.<BR><BR>"Wir müssen alles daran setzen, um die Stärken des Standorts Rüsselsheim und der Mitarbeiter im Opel-Werk den Entscheidungsträgern deutlich zu machen", sagte der hessische Wirtschaftsminister. <BR><BR>Opel wollte die Berichte nicht kommentieren. "Es gibt hierzu keinerlei Beschlüsse", erklärte das Unternehmen. GM Europa habe bekannt gegeben, bis Ende November weitere Restrukturierungsmaßnahmen zu beschließen. Die Zeit solle für Analysen und Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung genutzt werden. Man sollte nicht den Fehler begehen, die in dem Artikel genannte Zahl von 10 000 gefährdeten Stellen auf die Werke in Rüsselsheim oder Trollhättan herunterzurechnen, hieß es. <BR><BR>Der Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland, Fred Irwin, räumte dem Rüsselsheimer Opelwerk im GM-internen Wettbewerb "sehr gute" Chancen ein. Die Mitarbeiter in Rüsselsheim arbeiteten "sehr gut, sehr fleißig und sehr innovativ", sagte er. </P><P><BR> </P>

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