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Europaweit demonstrierten Angestellte des GM -Konzerns für den Erhalt ihrer Arbeitsplaetze.

Opel: Tausende demonstrieren für ihre Jobs

Rüsselsheim - Mit einer Großkundgebung in Rüsselsheim haben am Donnerstag die europaweiten Proteste der Beschäftigten von Opel, Saab und Vauxhall für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze begonnen.

Die rund 50.000 Mitarbeiter der drei zum kriselnden General-Motors-Konzern gehörenden Automarken wollen mit Demonstrationen auf die Lage ihrer Firmen aufmerksam machen und staatliche Hilfen fordern. An der Kundgebung in Rüsselsheim nahmen auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) und IG-Metall-Chef Berthold Huber teil. Weitere Demonstrationen fanden an den Opel-Standorten Eisenach und Kaiserslautern statt. Darüber hinaus soll es nach Angaben des Europäischen GM-Betriebsrats Demonstrationen in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Polen, Russland, Schweden, Spanien und Ungarn geben.

15000 Opel-Mitarbeiter kamen zu einer Kundgebung vor dem Opel-Werk in Rüsselsheim.

In Rüsselsheim demonstrierten rund 15.000 Opel-Mitarbeiter am Donnerstag für die Zukunft ihres Unternehmens. Im Kampf um die Zukunft von Opel gehe es um mehr als nur einen Autohersteller, sagte Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf der Kundgebung. Es gehe um die Zukunft des Automobilstandortes Deutschland und das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft. Steinmeier warnte vor überzogenen Versprechungen der Politik. Um Opel retten zu können, müssten mindestens fünf europäische Staaten an einen Tisch gebracht werden: “Das ist nicht leicht. Dafür gibt es kein Vorbild“, sagte der Bundesaußenminister. Dennoch sehe er eine große Chance, Opel zu retten. Steinmeier forderte die Führung des Opel-Mutterkonzerns General Motors auf, ein überzeugendes Rettungskonzept für Opel vorzulegen: Wer den Beistand der öffentlichen Hand einfordert, hat eine Bringschuld für Konzepte.“

Forderung nach europäischer Lösung

Mit der Kundgebung wollte die Opel-Belegschaft in Rüsselsheim ein Zeichen setzen für eine eigenständige Zukunft des Autokonzerns.

Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz warf GM vor, das Wachstum von Opel systematisch zu behindern. “Es gibt nur eine einzige Chance und die heißt Ausgliederung von Opel und Vauxhall aus dem GM-Konzern“, sagte Franz. Notwendig sei eine europäische Lösung für die beiden Schwestermarken. Der Betriebsratschef stimmte die Beschäftigten auf Einschnitte im Zuge einer Sanierung ein: “Wir werden um einen Personalabbau nicht herumkommen.“ Opel stehe ein steiniger Weg bevor.

Auch Huber forderte für Opel ein eigenständiges Geschäftsmodell auf europäischer Ebene. Er betonte: “Es darf nicht sein, dass einzelne Standorte und einzelne Belegschaften die Zeche für Fehlentwicklungen einer ganzen Branche zahlen.“ Huber forderte Bund und Länder auf, sich mit Bürgschaften und Einlagen bei Opel zu engagieren. Er plädierte außerdem für eine Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter und für erweiterte Mitspracherechte der Arbeitnehmer.

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General Motors macht fast 31 Milliarden Dollar Verlust

Die Arbeitnehmervertreter haben eine Öffnung des Unternehmens für neue Partner sowie die Einführung neuer Unternehmensformen und Managementstrukturen gefordert. Die zum General-Motors-Konzern gehörenden Automarken Opel, Saab und Vauxhall sind wegen der drohenden Pleite der Konzernmutter akut gefährdet.

dpa/ap

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