+
Noch ist der Verkauf des Autobauers Opel nicht besiegelt, doch eine Vertragsunterzeichnung ist nach den Verhandlungsparteien noch diese Woche möglich.

Opel-Verkauf noch nicht über die Bühne

Frankfurt/Main - Eigentlich hätte der Vertrag über den Opel-Verkauf am heutigen Donnerstag, 15. Oktober, unterzeichnet werden sollen. Doch noch wird „intensiv diskutiert“, sagt der General Motors-Chef.

Das Ringen um die Zukunft des Autobauers Opel geht weiter. Der Chef des Mutterkonzerns General Motors (GM), Fritz Henderson, berichtete am Donnerstag von intensiven Diskussionen, die es noch gebe. GM arbeite mit den Investoren Magna International und der russischen Sberbank konstruktiv zusammen, um zu einem Abschluss zu kommen, sagte Henderson bei einem Besuch in Südkorea.

Lesen Sie auch:

Opel-Verkauf steht kurz bevor - Annäherung in Spanien

An den Gesprächen ist auch die Bundesregierung beteiligt, die den Investoren Kredite gewährt. Nach Hendersons Worten ist eine Unterzeichnung des Vertrages in dieser Woche möglich. Er könne dies aber nicht garantieren. „Aber ich kann sagen, dass wir sehr, sehr fleißig mit unseren Partnern arbeiten und versuchen, es abzuschließen.“ Bislang war der heutige Donnerstag wiederholt als Datum der Vertragsunterzeichnung genannt worden. Auch Opel-Betriebsratschef Klaus Franz berichtete am Donnerstag von noch andauernden Verhandlungen. „Wir sind weitergekommen, aber noch nicht fertig“, sagte Franz auf AP-Anfrage.

Voraussetzung für eine Einigung ist, dass die Arbeitnehmerseite den geplanten Kosteneinsparungen zustimmt. Pro Jahr sollen die europaweit 50.000 Mitarbeiter über Zugeständnisse beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie bei künftigen Tariferhöhungen 265 Millionen Euro einsparen helfen.

Zehn Prozent sollen an die Beschäftigten gehen

Im Gegenzug sollen die Beschäftigten zehn Prozent an dem neuen Unternehmen erhalten. Mit 55 Prozent will GM den Großteil von Opel an Magna International und die Sberbank verkaufen, 35 Prozent will der amerikanische Autoriese behalten. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums vom Mittwoch liefen auch die Gespräche mit den anderen EU-Ländern mit Opel-Standorten über die Staatshilfen von insgesamt 4,5 Milliarden Euro. für die Übernahme noch. Die Bundesregierung erwartet, dass sich auch andere Staaten an der Finanzierung beteiligten. Opel-Werke gibt es auch in Belgien, Großbritannien und Spanien.

AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gaffal als vbw-Präsident wiedergewählt Seehofer lobt Merkel
Alfred Gaffal ist als Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft wiedergewählt worden. Bei seiner Festrede bekam er Kontra.
Gaffal als vbw-Präsident wiedergewählt Seehofer lobt Merkel
EU-Staaten wollen Aufsicht für Auto-Typzulassung verschärfen
Wie konnte es zum VW-Skandal um Tricksereien bei Abgaswerten kommen? Haben die Aufsichtsbehörden genau genug hingeschaut? Damit sich solche Fragen künftig nicht mehr …
EU-Staaten wollen Aufsicht für Auto-Typzulassung verschärfen
Dax schließt moderat im Plus
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Leitindex Dax ist am Montag erneut kaum von der Stelle gekommen. Ein Marktbeobachter sprach zu Beginn der Woche vor Pfingsten von …
Dax schließt moderat im Plus
EU will Regeln zur Zulassung von Autos verschärfen
Wie konnte es zum VW-Skandal um Tricksereien bei Abgaswerten kommen? Damit sich solche Fragen künftig nicht mehr stellen, bastelt die EU an einer Reform der Regeln. Doch …
EU will Regeln zur Zulassung von Autos verschärfen

Kommentare