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Ein Zafira Tourer auf dem Werksgelände von Opel.

Diskussion um Abgaswerte

Opel widerspricht TV-Bericht: Zafiras nicht manipuliert

Rüsselsheim - Opel hat einem belgischen TV-Bericht widersprochen, der dem Autohersteller heimliche Manipulationen der Abgasbehandlung vorgeworfen hatte.

Als Indiz für mögliche Mauscheleien im Rahmen eines Services-Updates hatten die TV-Macher bei zwei Zafira-Dieselmodellen stark verminderte Abgaswerte nach dem jeweiligen Werkstattbesuch gemessen.

Laut Opel waren aber beide Fahrzeuge erkennbar defekt, als sie im Dezember 2015 in die Werkstätten gebracht wurden. Das habe der Sender VRT seinen Zuschauern verschwiegen, sagte am Montag ein Unternehmenssprecher in Rüsselsheim. Der Fahrer sei jeweils durch Kontrollleuchten gewarnt gewesen. Gegen Opel waren auch zuvor schon seitens der Umwelthilfe Vorwürfe in Sachen Abgas-Skandal erhoben worden.

Beim ersten Test-Wagen des Familienmodells Zafira sei das Kabel des Sensors für die Abgastemperatur beschädigt gewesen, teilte Opel unter Berufung auf die Service-Historie der Autos mit. Der Sensor sei in der Werkstatt ausgetauscht worden, ein Software-Update habe nicht stattgefunden. „Das war eine erfolgreiche Reparatur“, sagte der Opel-Sprecher. Beim zweiten Test-Zafira habe es neun Fehlermeldungen in der Motorsteuerung gegeben. Die Steuereinheit sei daher zurückgesetzt worden.

Freiwillige Service-Aktion angekündigt

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat für den Sommer eine freiwillige Service-Aktion für 43.000 Dieselautos angekündigt, mit der die Abgasbehandlung verbessert werden soll. Diese Software-Kalibrierung stehe derzeit noch gar nicht zur Verfügung, betonte der Sprecher.

dpa

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