Opel wieder in der Verlustzone

- Frankfurt/Main - Die Marke Opel konnte im September auf dem westeuropäischen Pkw-Markt die Modelle des Hauptrivalen Volkswagen überholen. Die Aufholjagd auf dem schrumpfenden Automarkt ging jedoch zu Lasten der Erträge. Nach dpa-Informationen hat die Adam Opel AG nach einer positiven ersten Jahreshälfte im 3. Quartal wieder einen Verlust von rund 90 Millionen Euro eingefahren.

<P>Im September wurden in Westeuropa insgesamt 133 591 Opel-Modelle einschließlich der englischen Variante Vauxhall neu zugelassen. Volkswagen kam nach Angaben des Verbandes der europäischen Autohersteller nur auf 131 282 Pkw-Zulassungen. Dieser Punktsieg der General-Motors-Tochter im Kampf um höhere Marktanteile wurde allerdings teuer erkauft. Zudem schlug bei VW der Generationswechsel beim Golf zu Buche.</P><P>Die in der Branche üblichen Preisnachlässe sowie sehr günstige Finanzierungsbedingungen wie "Null-Zinsen" erschweren für Opel den Weg aus der Verlustzone. Hinzu kommen die Anlaufkosten für den neuen Vectra-Caravan und die Millionen-Investitionen für den Golf- Konkurrenten Astra, der im Frühjahr 2004 auf den Markt kommen soll.</P><P>Der Opel-Vorstandsvorsitzende Carl-Peter Forster kann zumindest darauf verweisen, dass auf dem langen Weg aus der Krise wenigstens in den beiden ersten Quartalen ein positives Betriebsergebnis erreicht wurde. Der schrumpfende Gesamtmarkt in Westeuropa hat jedoch die Planziele für 2003 wanken lassen. Angesichts des aktuellen Verdrängungswettbewerbs wird intern über "explodierende Vertriebskosten" geklagt.</P><P>Mit den neuen Modellen will die Adam Opel AG nun 2004 endgültig die Verlustphase hinter sich lassen und für das gesamte Jahr einen Gewinn im Autogeschäft erreichen. 2003 dürfte noch einmal ein Betriebsverlust von etwa 180 Millionen Euro die Bilanz trüben. Dies wäre zumindest eine weitere Verbesserung gegenüber dem Minus von 227 Millionen Euro im vergangenen Jahr.</P><P>Trotz des Absatzerfolgs im September mit einer Steigerung um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (VW: minus 1,7 Prozent) konnte der Abstand zu den Wolfsburgern seit Jahresbeginn in Westeuropa noch nicht ausgeglichen werden. Von Januar bis September kam VW auf ein Zulassungsvolumen von 1,09 Millionen Pkw (minus: 5,5 Prozent). Opel/Vauxhall erreichte dagegen nur 1,03 Millionen (minus: 1,4 Prozent) neu zugelassener Modelle.</P>

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