Opel-Arbeiter bereit zum Verzicht auf Zulagen

- Rüsselsheim - Beim geplanten Stellenabbau bei Opel ist nach Einschätzung des Betriebsrates das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Wir akzeptieren die Zahl 6500 noch nicht", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. "Sie ist Gegenstand von Verhandlungen. Wenn wir ein paar hundert wegverhandeln können, dann haben wir unsere Aufgabe erfüllt."

<P>Das könnten zum Beispiel ein Drittel der 750 Beschäftigten in der Komponentenfertigung im Werk Bochum sein. Der Werkzeugbau in Rüsselsheim und Bochum mit 700 Leuten könne als Profit Center selbstständiger werden und Aufträge von außen annehmen.</P><P>Franz bekräftigte die Bereitschaft, gegen klare Zusagen des Mutterkonzerns General Motors über den Verzicht auf übertarifliche Zulagen zu verhandeln. IG-Metall-Vize Bertold Huber betonte, Vorrang habe die Sicherung der Arbeitsplätze. "Der Preis dafür könnte die Abschmelzung von übertariflichen Leistungen sein." Bislang verdienen Opel-Beschäftigte 15 bis 20 Prozent über Metall-Flächentarif.</P><P>Der Mutterkonzern General Motors will bei Opel mit 9500 Stellen fast jeden dritten Arbeitsplatz sozialverträglich abbauen. "Wir schätzen, dass rund 2500 in ausgelagerten Unternehmensteilen abgesichert werden können", sagte Franz. Weitere 6500 Mitarbeiter sollen freiwillig eine Abfindung annehmen und in Beschäftigungsgesellschaften wechseln. <BR>Für das Werk in Bochum, wo 3600 Stellen betroffen sind, rechne er mit harten Auseinandersetzungen. Die Arbeitnehmer fordern eine Absicherung für die Opel-Standorte über 2010 hinaus. "Dafür sind wir bereit, auf übertarifliche Zulagen zu verzichten."<BR></P>

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