Opel-Arbeitnehmer gegen Einstieg von Fiat

Berlin - Opel-Aufsichtsratsmitglied Armin Schild von der IG Metall hat sich erneut gegen einen Einstieg von Fiat ausgesprochen. “Die bittere Erfahrung zeigt, diese beiden Unternehmen geben sich nichts, sondern nehmen sich nur“, sagte Schild.

Die Marke würde geschwächt und die “Dominanz über Opel würde nicht beendet, sondern nur von Detroit nach Turin verlegt. Es wäre eine Frage der Zeit bis Belegschaften und Standorte gegeneinander ausgespielt würden. Aus Opel und Fiat würde ruckzuck Opiat“, sagte Schild dem “Tagesspiegel“.

Deutlich erfolgversprechender sei dagegen das Konzept des Autozulieferers Magna und dessen russischer Partner, die laut Berichten rund fünf Milliarden Euro für die Mehrheit an Opel zahlen wollen. “Das ist endlich mal ein plausibler Betrag, der ungefähr dem angestrebten Wert des Anteils an Opel entspricht“, sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter.

Schild geht davon aus, dass es “bis Mitte Mai eine chirurgische Insolvenz der Opel-Mutter General Motors geben wird“. Spätestens dann müssten Verträge zwischen GM und Opel vorliegen, die den Zugriff auf Technologien und die künftigen gemeinsamen Aktivitäten von GM und Opel regelten.

Das Aufsichtsratsmitglied kritisierte Bundeswirtschaftminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), bei dem “viele Zweifel haben, ob überhaupt der Wille zu einer Lösung im Sinne des Unternehmens und seiner Beschäftigten im Vordergrund steht“. Er sehe die Gefahr, “dass eine wahlkampfbedingt übereilte Entscheidung getroffen wird, die fragwürdigen ordnungspolitischen Leitbildern entspricht und Opel mit zwei schwierigen Müttern zurücklässt“, so Schild.

AP

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