Opel-Zukunftsvertrag unterzeichnet

- Rüsselsheim - Die Existenz der Opel-Werke in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern ist mindestens bis 2010 gesichert. Der Zukunftsvertrag mit dem Betriebsrat sei unterzeichnet, teilte die Adam Opel AG am Freitag in Rüsselsheim mit. Der Mutterkonzern General Motors (GM) verpflichtet sich darin, mit neuen Modellen die defizitären Opel-Werke besser auszulasten und rentabler zu machen. GM hat dem Vetrag bereits zugestimmt.

<P>Betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen sind europaweit bis Ende 2010 ausgeschlossen. Dafür nehmen die Opel-Mitarbeiter Nullrunden und weniger Weihnachtsgeld hin und akzeptieren flexible Arbeitszeiten zwischen 30 und 40 Stunden pro Woche. Der Vertrag wurde nach einem fünf Monate dauernden Verhandlungspoker unterschrieben.<BR><BR>Das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim baut laut Vertrag von 2007 an die Mittelklasse von Opel (Vectra) und der schwedischen Schwester Saab (9-3), die auf einer gemeinsamen Plattform basiert. Mit jährlich rund 293 000 Fahrzeugen ist das modernste Werk innerhalb des GMVerbundes gut ausgelastet. Vorstand und Gesamtbetriebsrat gehen davon aus, dass Rüsselsheim die Entwicklung für die neue Kompaktklasse (Astra) erhalten wird, heißt es. Diese Entscheidung falle erst bis Jahresende.<BR><BR>In Bochum wird der fünftürige Astra ab Ende 2006 produziert. Der Achsen- und Auspuffbau in Bochum bleibt erhalten. Der Standort Kaiserslautern wird mit Komponenten für die nächste Mittelklasse besser ausgelastet.<BR>Im Gegenzug nehmen die Opel-Mitarbeiter hin, dass Tariferhöhungen bis 2010 um ein Prozent reduziert weitergegeben werden. Trotz der Forderung des Managements bleiben übertarifliche Zuschläge bestehen. Das Weihnachtsgeld wird von 2006 an auf 70 Prozent gekürzt. Die Arbeitszeiten werden künftig flexibel gestaltet und können zwischen 30 und 40 Stunden pro Woche betragen bei einer Bezahlung von durchschnittlich 35 Stunden die Woche.</P>

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