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Leo Apotheker, Vorstandssprecher der SAP AG.

Oracle will mehr Geld von SAP

New York/Berlin - Nachdem ein Gericht dem Computerkonzern Oracle 1,3 Milliarden Dollar Strafzahlungen vom deutschen Konkurrenten SAP zugesprochen hat, wollen die Amerikaner mehr.

Oracle habe am Freitag vor Gericht beantragt, SAP zur Zahlung weiterer 211,6 Millionen Dollar zu verpflichten, wie unter anderem die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete. SAP habe die Forderung umgehend zurückgewiesen.

SAP war mit der Übernahme der Software-Wartungsfirma TomorrowNow im Jahr 2005 ins Schlamassel geraten. Mitarbeiter von TomorrowNow hatten nach dem Kauf in großem Stil unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen. Oracle klagte 2007 mit dem Vorwurf des Datendiebstahls und bekam Ende November von einem Geschworenengericht 1,3 Milliarden Dollar an Strafzahlungen zugesprochen. SAP prüft noch eine Reaktion auf das Urteil.

Bei der zusätzlichen Forderung geht es Bloomberg zufolge um einen Ausgleich für nicht geleistete Lizenzzahlungen für Oracle-Material in den Jahren 2005 und 2006. SAP hatte TomorrowNow 2008 dichtgemacht.

dpa

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