Osram setzt auf Innovation und Asien

- München - Wenn die Problemsparten besonders große Schlagzeilen machen, betont Siemens-Chef Klaus Kleinfeld gerne, dass weite Teile des Münchner Technologie-Konzerns kerngesund sind - Osram zum Beispiel. Der Lichthersteller arbeitete im vergangenen Geschäftsjahr (bis 30. 9.) erneut profitabler und brachte der Mutter Siemens 257 Millionen Euro ein.

Damit es im nächsten Jahr so weitergeht, setzt der neue Osram-Chef Martin Goetzeler zwei Siemens-typische Schwerpunkte: Innovation und Asien. Für die Mitarbeiter hierzulande soll das kein Nachteil sein.

Während der weltweite Umsatz leicht auf 4,3 Milliarden Euro gestiegen ist, war das Osram-Geschäft in Deutschland rückläufig. Und auch die Mitarbeiterzahl sank hier um 200. Betroffen ist in erster Linie der Standort Berlin. Wegen einer Marktschwäche bei Videoprojektionslampen seien befristete Verträge in diesem Bereich nicht verlängert worden. Generell sei aber kein weiterer Stellenabbau in Deutschland geplant, erklärte Goetzeler. Auch wenn sich das Geschäft gen Osten verlagert.

Asien werde 2015 mehr als 50 Prozent des Weltlichtmarktes ausmachen, schätzt man bei Osram. Deshalb will das Unternehmen dort offensiver auftreten. Zu Beginn des neuen Jahres soll eine überregionale Asien-Organisation gebildet werden. Doch heimische Arbeitsplätze soll das nicht kosten. "Es geht dabei um die Stärkung der Präsenz in Asien, nicht um eine Schwächung der Präsenz in Europa", betonte Goetzeler.

Zusätzlich setzt der Osram-Chef auf Innovationen. Sie machen rund 40 Prozent des Geschäfts aus. Die Investitionen in Sachanlagen sowie die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden erhöht. Das boomende Geschäft mit Leuchtdioden wird zu einer eigenen Geschäftssparte - LED-Systems - ausgebaut.

"Auch im Geschäftsjahr 2006 wollen wir bei Innovationen punkten und ein gutes Mengenwachstum erreichen", erklärte Goetzeler. Er rechne mit einem nominalen Umsatz-Plus - das Ausmaß hänge von der Konjunkturentwicklung und vom Dollar-Niveau ab. Der Gewinn werde sich "weiter im Margenzielkorridor bewegen". Den hat die Konzernmutter Siemens auf zehn bis elf Prozent des Umsatzes festgelegt.

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