Osram will 220 Stellen streichen - Augsburg betroffen

Augsburg/München - Der Siemens-Konzern will im Rahmen seines Sparprogramms auch 220 Stellen bei seiner Licht-Tochter Osram streichen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte am Donnerstagabend auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag).

Das Blatt hatte sich auf einen vorliegenden Brief der Geschäftsführung an die Mitarbeiter berufen. Demnach sollen am Standort Augsburg 75 von insgesamt 1780 Stellen wegfallen. Hinzu kommen 80 Mitarbeiter in Vertrieb und Verwaltung sowie 65 in anderen Funktionen. Auch diese Angaben bestätigte die Sprecherin, betonte aber, Osram wolle betriebsbedingte Kündigungen vermeiden.

Das Werk in Schwabmünchen mit mehr als 400 Beschäftigten soll nicht betroffen sein. Osram begründet den Schritt unter anderem mit dem schwachen Dollarkurs und der konjunkturellen Abkühlung. Überdies seien in den vergangenen drei Jahren in Deutschland rund 580 Arbeitsplätze aufgebaut worden, ergänzte die Sprecherin.

Siemens will weltweit knapp 17 000 Arbeitsplätze abbauen, davon 5250 in Deutschland. Hintergrund des Stellenabbaus sind geplante Kostensenkungen in Verwaltung und Vertrieb von 1,2 Milliarden Euro bis 2010 sowie der Umbau von Geschäftsbereichen. Erst am Mittwoch hatte der Konzern seine Pläne für die Verkehrstechniksparte konkretisiert.

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