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Ost-Regierungschefs warnen vor Stellenabbau bei Siemens

Die Regierungschefs von Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen warnen vor einem radikalen Umbau bei Siemens und möglichen Auswirkungen für die Regionen.

Berlin - „Der Osten darf industriell nicht abgehängt werden“, teilten Michael Müller (SPD), Dietmar Woidke (SPD), Stanislaw Tillich (CDU) und Bodo Ramelow (Linke) am Mittwoch gemeinsam mit. „Die Standorte in Berlin, Ludwigsfelde, Leipzig, Erfurt und Görlitz bilden industrielle Kerne mit erheblichen strukturpolitischen Wirkungen“, hieß es weiter.

Sollte Siemens beschließen, „die Standorte in unseren Ländern zu reduzieren bzw. ersatzlos zu schließen, können und werden wir dies nicht akzeptieren“. Es müssten Alternativen und Perspektiven vorgelegt werden, forderten die Ministerpräsidenten.

Siemens will in der Kraftwerkssparte sowie bei Prozessindustrie und Antrieben wohl mehrere Tausend Stellen streichen. Der Konzern hatte sich zu entsprechenden Medienberichten noch nicht im Detail geäußert. Ob auch Werke geschlossen werden, ist noch unklar. In Erfurt, Görlitz, Leipzig und Erlangen gab es bereits Proteste. Mitte des Monats will der Konzern Genaueres bekannt geben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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