+
Hauptquartier von Mossack Fonseca in Panama City. Foto: Alejandro Bolivar

"Panama Papers": Mossack Fonseca verlässt drei Steueroasen

Panama-Stadt (dpa) - Zwei Monaten nach den "Panama Papers"-Enthüllungen hat die viel kritisierte Kanzlei Mossack Fonseca ihren Rückzug aus drei britischen Steueroasen angekündigt.

Die Büros auf den Inseln Jersey und Isle of Man sowie in Gibraltar würden "mit großem Bedauern" nach 20 Jahren geschlossen, gab die im Mittelpunkt der Enthüllungen stehende Firma am Samstag über ihre Twitter-Seite bekannt. Die Kanzlei werde allen ihren Kunden aber weiter dienen. Einem Bericht des britischen "Guardian" zufolge wurde als Grund für den Schritt eine Strategie zur Konsolidierung des Büro-Netzwerkes von Mossack Fonseca genannt.

Die "Süddeutsche Zeitung" und ein Konsortium internationaler Medien hatten Anfang April über die Existenz von Zehntausenden Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler aus aller Welt ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Enthüllungen waren durch ein Datenleck bei der in Panama ansässigen Kanzlei Mossack Fonseca möglich geworden.

Mossack Fonseca auf Twitter

Guardian-Bericht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer
Die EU-Kommission will die Risiken des Zusammenschlusses für den Wettbewerb in der Agrarchemie genauer unter die Lupe nehmen. Bayer reagiert darauf gelassen. Der Konzern …
Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden
Alles dauert viel länger als zunächst gedacht. Erst am 7. Oktober sollen wieder Züge auf der europäischen Hauptachse Rheintalbahn fahren. Bis dahin muss das Notkonzept …
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der Eröffnung der Computerspielemesse Gamescom der Branche eine stärkere staatliche Förderung in Aussicht gestellt.
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern
Bei mehr als 60 Euro Gebühren fürs Konto die Notbremse ziehen
Die Experten von Finanztest nahmen 231 Gehalts- und Girokonten von 104 Banken unter die Lupe. Einige Geldinstitute zocken bei den Gebühren so richtig ab. Dann ist die …
Bei mehr als 60 Euro Gebühren fürs Konto die Notbremse ziehen

Kommentare