Panik an der Börse: Dax bricht ein

Frankfurt/Main - Weltweit brechen die Aktienmärkte an diesem Montag ein: Der deutsche Leitindex verliert rund 6 Prozent und fällt unter 7000 Punkte. "Hier herrscht die nackte Panik", sagte ein Händler.

In Deutschland beschleunigten die Indizes ihren negativen Trend. Gegen Mittag stand der DAX bei 6906 Zähler - der tiefste Stand seit April 2007. Für den MDAX ging es um 4,24 Prozent auf 8072 Punkte nach unten. Der TecDAX sackte belastet von einbrechenden Kursen im Solarsektor um 6,05 Prozent auf 744 Zähler ab und wurde zwischenzeitlich auf dem niedrigsten Stand seit Ende 2006 berechnet.

Ein Händler sprach von einem "massiven Ausverkauf, dazu fällt einem nichts mehr ein". Sorgen um ein Abrutschen der US-Konjunktur belasteten die Märkte weltweit, sagten Börsianer. Das von US-Präsident George W. Bush vorgelegte Konjunkturförderpaket könnte nicht ausreichen, hieß es.

Der EuroSTOXX 50 beschleunigte seine Talfahrt nochmals und brach um 4,58 Prozent ein. Der europäische Leitindex markierte mit dem bisherigen Tagestief bei 3785,80 Punkten den tiefsten Stand seit dem 20. September 2006. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 rutschte um 3,72 Prozent ab. Auch die Euronext-Börsen verzeichneten massive Verluste und der breit gefasste Euronext 100 verlor 4,37 Prozent. Der Pariser CAC 40 sank um 4,38 Prozent. Der Londoner FTSE 100 fiel um 3,33 Prozent.

Die anhaltende Sorge um eine Rezession in den USA hatten bereits an den asiatischen Börsen zu Kurseinbrüchen geführt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 rutschte um 3,86 Prozent ab, der Hongkonger Hang Seng brach um 5,5 Prozent ein.

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