Paramount schluckt "Shrek"

- New York - Der US-Medienkonzern Viacom mit seiner Filmsparte Paramount Pictures übernimmt für 1,6 Milliarden Dollar das Filmstudio DreamWorks von Steven Spielberg. Das hat die "New York Times" am Samstag in ihrer Onlineausgabe berichtet. DreamWorks ist vor allem mit Zeichentrick-Produktionen wie "Shrek" bekannt. Mit der Übernahme erhält Paramount Zugriff auf die Filmbibliothek von DreamWorks und erhält das Recht, deren Filme zu vertreiben.

Der Paramount-Kauf gebe auch Spielberg ein neues Heim, berichtet das Blatt. Spielberg ist einer der mächtigsten und erfolgreichsten Hollywood-Regisseure. Mit seiner Amblin Productions sei er nicht verpflichtet, Filme für DreamWorks zu machen, doch habe er DreamWorks in der Regel zum Partner bei seinen Projekten gemacht, einschließlich des jüngsten Films "War of the Worlds" und des kommenden Films "Munich" über die Jagd zur Ermordung der palästinensischen Killer israelischer Sportler bei den Olympischen Spielen in München im Jahr 1972.

DreamWorks ist von Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen gegründet worden. Viacom und seine Filmsparte Paramount Pictures haben der "New York Times" zufolge die Akquisition am Freitag zwischen Geffen und Spielberg sowie Viacom-Chef Tom Freston und dem Paramount-Verwaltungsratsvorsitzenden Brad Grey besiegelt. Mehr als die Hälfte der Mittel komme von Investmentfirmen. Der Preis schließe die Übernahme von DreamWorks-Schulden in Höhe von rund 400 Millionen Dollar ein.

Die Investmentfirmen könnten 800 Millionen Dollar bis eine Milliarde Dollar bereit stellen, während Viacom 600 bis 700 Millionen Dollar einsetzen würde. DreamWorks hatte sich auch in fortgeschrittenen Verhandlungen mit NBC-Universal befunden, einer Sparte von General Electric.

Für Paramount sei es ein logischer Schritt. Das Studio habe eine relativ bescheidene Produktionspalette von elf Filmen für das nächste Jahr. DreamWorks habe neun fertige Filme für 2006, darunter "Flags of our Fathers" mit Clint Eastwood als Regisseur.

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