Paulaner: Keine Chance für Radeberger

- München -­ Die Münchner Brau Holding International (BHI) wehrt sich gegen Gerüchte, dass sich Deutschlands größter Brauer Radeberger bei der Gruppe einkaufen könnte. "Eine weitere Weißbiermarke würde unsere Vielfalt ergänzen", hatte Radeberger-Chef Ulrich Kallmeyer der "Welt am Sonntag" mit Blick auf die BHI gesagt, zu der unter anderem die Marken Paulaner und Hacker-Pschorr zählen. Deshalb wäre ein Zukauf theoretisch durchaus sinnvoll. Doch in München schließt man das aus.

Die Brau Holding International gehört zu 51,1 Prozent der Münchner Schörghuber-Gruppe und zu 49,9 Prozent dem niederländischen Heineken-Konzern. "Keiner der beiden Partner hat ein Interesse, seine Anteile zu verkaufen", stellte ein BHI-Sprecher klar. Ohnehin sei vertraglich festgelegt, dass Anteils-Verkäufe nur nach Genehmigung beider Partner möglich seien. Gerüchte über einen Einstieg von Radeberger seien "vollkommen substanzlos".

Derartige Mutmaßungen tauchten gerade dann auf, "wenn Herr Kallmeyer mit Journalisten gesprochen hat", sagte der BHI-Sprecher. "Wir finden es langsam nicht mehr lustig." Durch die Gerüchte würden Mitarbeiter verunsichert. "Und es schadet uns im Markt. Wir müssen das unseren Geschäftspartnern erklären."

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