Paulaner stellt sich auf Rekordjahr ein

- München - Die Münchner Braugruppe Paulaner erwartet heuer das erfolgreichste Jahr ihres Bestehens. Das Unternehmen, zu dem unter anderen die Marken Paulaner, Hacker- Pschorr und Hopf Weißbier zählen, erwartet allein im Biergeschäft einen Umsatz von 276 Millionen Euro, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 4,5 Prozent entspreche, sagte Geschäftsführungsmitglied Michael Bartholl.

Insgesamt erwarte die Gruppe, die zur Brau Holding International (BHI) der Münchner Schörghuber- Gruppe und der niederländischen Heineken-Brauerei gehört, Erlöse von 416 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen werde mit 20 Millionen Euro um 15 Prozent über dem Vorjahreswert liegen.

Die Mehrzahl der Brauereien in der Brau Holding entwickle sich besser als der Gesamtmarkt, erklärte BHIChef Friedrich Georg Hoepfner. Übernahmen mitgerechnet, soll der Umsatz der Gruppe heuer um zehn bis 15 Prozent steigen, während der deutsche Biermarkt insgesamt leicht schrumpfen werde. Der Marktanteil sei insbesondere beim Weißbier ausgebaut worden. Man sei weiterhin daran interessiert, innerhalb des Kerngebiets der BHI in Süddeutschland oder an dessen Rand attraktive Brauereien zu kaufen.

"Es kommen einige Brauereien in Frage", sagte Hoepfner. Nachdem Paulaner und Hacker-Pschorr den Bierpreis bereits im Sommer erhöht haben, werde es zum Jahresanfang keine weitere Teuerung mehr geben, kündigte Bartholl an. Die Mehrwertsteuer-Erhöhung sei damit vorweggenommen und werde sich für die Verbraucher nicht mehr auf die Preise auswirken. Um sich weiterzuentwickeln und neue Kunden zu gewinnen, erwäge die Brau Holding Bier-Innovationen, erklärte Hoepfner. "Wir sind bereit, über Dinge nachzudenken, die bisher keiner macht." Allerdings müsse dies im Einklang mit der bayerischen Bier-Tradition stehen.

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